Olanzapin

Neuroleptikum - Psychopharmaka

Wirkung, Indikation

Einordnung unter: Neuroleptika, Psycholeptika, Antipsychotika, Diazepine, Oxazepine und Thiazepine.

Olanzapin
Wirkstoffgruppe: atypische Neuroleptika
Wirkung auf Organismus: antipsychotisch. Es ist ein atypisches Antipsychotikum.

Das Medikament ist indiziert (bzw. wird Off-Label eingesetzt) bei: Schizophrenie, Bipolare Störung, Zwangsstörungen, Depression, Angstörung, PTBS, Albträume und Schlafstörungen.

Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen:

Häufig: Bradykardie mit oder ohne Hypotonie oder Synkope, orthostatische Hypotonie, Hypotonie, Unbehagen a.d. Injektionstelle, Schläfrigkeit.

Gelegentlich: Sinus Pause, Hypoventilation.

Sehr selten: Spontanberichte über Atemdepression, Hypotonie, Bradykardie, Todesfälle bei gleichzeitiger Benzodiazepin- oder weiterer Antipsychotika-Therapie oder Olanzapin-Dosen >20mg/Tag. Orales Olanzapin:

Sehr häufig: Gewichtszunahme, Schläfrigkeit, erhöhter Plasmaprolaktinspiegel bei Patienten mit Alzheimer Krankheit. Abnormer Gang.

Häufig: Eosinophilie, Zunahme Appetit, erhöhter Glucosespiegel, erhöhter Triglyceridspiegel, Schwindelgefühl, Akathisie, Parkinsonismus, Dyskinesie, orthostatische Hypotonie, leichte, vorübergehende anticholinerge Effekte einschließlich Verstopfung und Mundtrockenheit, vorübergehend asymptomatische Erhöhung von Lebertransaminasen (ALT/AST), Schwäche, ödeme.

Gelegentlich: Bradykardie / Hypotonie / Synkope, Lichtüberempfindlichkeits-reaktionen, hohe Kreatinin-Phosphokinase-Werte.

Selten: Leukopenie, Krampfanfälle, Ausschlag.

Sehr selten: Thrombopenie, malignes neuroleptisches Syndrom, Pankreatitis, Hepatitis, Priapismus, akute Symptome wie Schwitzen, Schlaflosigkeit, Zittern, Angst, Übelkeit oder Erbrechen, wenn Olanzapin plötzlich abgesetzt wurde.

Warnhinweise

Schwangerschaft: kontraindiziert.
Während der Stillzeit: kontraindiziert.

Gegenanzeigen: Engwinkelglaukom, intravenöse Injektion, Subkutan-Injektion, Überempfindlichkeit gegen Olanzapin oder einen der sonstigen Bestandteile.

Nur vorsichtig und geringer dosiert Olanzapin einsetzen bei: Alter über 65 Jahre oder unter 18 Jahren, instabile Angina pectoris, Blutbildungsstörung, Bradykardie, Demenz, angeborene oder erworbene Diabetes mellitus, EKG-Veränderungen , Eosinophilie, Galaktoseintoleranz..Glukose-Galaktose-Malabsorption.
Laktasemangel, Herzhypertrophie, akuter Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Herzoperation, Hypokaliämie, schwere Hypotonie, paralytischer Ileus, Immobilisierung und andere Risikofaktoren für venöse Thromboembolien (VTE), Kombination meiden von Olanzapin i.m. mit parenteralem Benzodiazepin, Krampfanfälle und bei die Krampfschwelle herabsetzenden Zuständen, Leberinsuffizienz, Leukopenie, Magnesium-Mangel, Neutropenie, Niereninsuffizienz, Parkinson-Syndrom, Phenylketonurie - beachten des Aspartam-Gehaltes, Prostatahyperplasie, Sinusknotensyndrom, Transaminasenanstieg.

Wechselwirkungen

Folgende möglichen klinisch bedeutsamen Wechselwirkungen sollten bei der Einnahme von Olanzapin (Neuroleptika) bzw. der Präparate, die den Wirkstoff enthalten, beachtet werden:

erhöhte Spiegel von: Olanzapin: Ciprofloxacin, Ketoconazol, Fluvoxaminhydrogenmaleat.
erniedrigte Spiegel durch: Carbamazepin, Ritonavir, Kohle möglich.
Herzrhythmusstörungen möglich: Risperidon.
Hyperglykämie: Alt-Insulin, Insulin, Insulin aspart, Insulin detemir, Insulinglargin, Insulin glulisin, Insulin human, Insulin human, inhalierbares, Insulinlispro, Insulin vom Rind, Insulin vom Schwein, Insulin, kristallines (Rind), Protamin-Human-Insulin, Surfen-Insulin, Zink-Human-Insulin, Zink-Protamin-Insulin.
Hypotonie: Lorazepam.
inkompatibel in gemeinsamer Lösung: Diazepam, Lorazepam, Haloperidol, Haloperidoldecanoat.
Kombination meiden: Alkohol, Clonazepam, Diazepam, Lorazepam, Midazolam, Dikaliumclorazepat.
Müdigkeit: Alkohol, Diazepam.
Neutropenie: Valproinsäure-Na.
orthostatische Hypotonie verstärkt: Alkohol, Diazepam.
Rhabdomyolyse: Lithiumsalz.
Serotonin-Syndrom - Einzelbericht: Fluoxetin.
Wirkungsverminderung von: Loratadin, Cetirizin-2HCl, - Einzelberichte.
Wirkungsverminderung von: Insulin: Alt-Insulin, Insulin, Insulin aspart, Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin glulisin, Insulin human, inhalierbares Insulin human,Insulin lispro, Insulin vom Rind, Insulin vom Schwein, Insulin, kristallines (Rind), Protamin-Human-Insulin, Surfen-Insulin, Zink-Human-Insulin, Zink-Protamin-Insulin.

Medikamente, die den Wirkstoff Olanzapin enthalten: Olansek, Zyprexa.

Gewichtszunahme

FDA: Eli Lilly kündigt an, dass sich das Olanzapin Label ändert

Am 29. Januar kündigte die US-Nahrung und Medikamentenadministration (FDA) und der Pharmakonzern Eli Lilly Änderungen betreffend der Gewichtszunahme in den Fachinformationen für Olanzapin (Markenname Zyprexa) an.

Gewichtszunahme unter Zyprexa

Laut der überarbeiteten Warnhinweise des Medikaments sollen Kliniker das gesteigerte Potential für Gewichtszunahme und Hyperlipidämie, die mit Olanzapin verbunden sind, berücksichtigen, wenn sie Jugendlichen mit Bipolar I Störung oder Schizophrenie Zyprexa verschreiben wollen. Verglichen mit Erwachsenen, sind diese Risiken bei Jugendlichen höher, schreibt die FDA.

Umfassendes Behandlungsprogramm

Die überarbeiteten Verschreibungsinformationen fordern auch die Notwendigkeit eines umfassenden Behandlungsprogramm bei pädiatrischen Patienten mit Schizophrenie oder Bipolar I Störung ein, das psychologische, Bildungs- und soziale Bestandteile enthält, wenn Olanzapin ein fester Bestandteil dieses Programms ist.

Sicherheit und Wirksamkeit bei Jugendlichen

Die Sicherheit und Wirksamkeit des Psychopharmakons Zyprexa ist nicht bei pädiatrischen Patienten jünger als 13 Jahre gegeben.

Wie bei Erwachsenen sollten potentielle Folgen der Gewichtszunahme vor dem Beginn der Behandlung mit Olanzapin bei Jugendlichen berücksichtigt werden. Patienten, die das Medikament erhalten, sollten ihr Gewicht regelmäßig überwachen lassen, schreibt die Behörde.

Bei mit Olanzapin behandelten jugendliche Patienten waren sowohl das Ausmaß der Zunahme beim Gewicht als auch der Anteil der Patienten, die klinisch bedeutsam Gewicht zulegten, größer als bei erwachsenen Patienten mit vergleichbaren Expositionen, sagte Donald Therasse, M.D., Vizepräsident globaler Patienen-Sicherheit bei Eli Lilly in einer Erklärung.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: FDA, Jan. 2010

Erfahrungen, Kommentare, Fragen

Bei Schizophrenie

14.01.2016 Kommentar von Flessler:

Ich benutze das Medikament wegen meiner Schizophrenie. Positiv ist: Olanzapin verringert die Gespräche in meinem Kopf, löscht die Gedanken, funktioniert sehr gut. Ich habe es fast immer in den letzten zehn Jahren genommen, sonst hat nichts wirklich bei mir funktioniert. Nachteile: Ich habe an Gewicht zu Beginn der Behandlung zugelegt (zu viel gegessen), wegen des Hungergefühls, aber das klingt mit der Zeit ab. Ich habe Nackensteifigkeit - dies hängt evtl. nicht mit dem Medikament zusammen, auch einen unregelmäßigen Herzschlag (nicht schwer), wobei auch das wahrscheinlich nicht in Verbindung mit dem Medikament steht.

Welche Erfahrung haben Sie damit gemacht? Schreiben Sie uns.

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