Retigabin (Trobalt)

Psychopharmaka bei Epilepsie

Trobalt genehmigt für Erwachsene mit epileptischen Anfällen

Potiga (Ezogabin oder Retigabin (Handelsname Trobalt)) Tabletten sind von der U.S. Food and Drug Administration genehmigt worden, um fokale epileptische Anfälle bei Erwachsenen zu behandeln, sagte die Agentur.

Fokale Anfälle bzw. teilweise / partielle Anfälle kommen am häufigsten vor bei Menschen, die Epilepsie haben, sagte die FDA in einer Pressemitteilung. Die Agentur sagte, dass Potiga / Trobalt das erste einer Klasse von Medikamenten ist, neuronale Kaliumkanalöffner genannt, das für Epilepsie in den Vereinigten Staaten zugelassen wurde.

Nebenwirkungen

chemische Strukturformel von Retigabin

Potiga bzw. Trobalt kann "neuro-psychiatrische Symptome, inklusive Verwirrung, Halluzination und psychotische Symptome" verursachen, die normalerweise innerhalb von sieben Tagen abklingen - nach Einnahmestopp des Medikaments, sagte die FDA. Retigabin kann auch zu Harneinbehaltung oder Schwierigkeiten führen, die Blase vollständig zu entleeren.

Und wie bei anderen antiepileptischen Medikamenten, sagte die Agentur, kann Retigabin "auch suizidale Gedanken oder Handlungen bei einer sehr kleinen Anzahl von Menschen verursachen". Diejenigen, die das Antiepileptikum nehmen, sollten sich an einen Arzt wenden, wenn sie Gedanken an Selbstmord haben, oder sich verschlimmernde Symptome von Angst, Sorgen oder Depression haben, warnte die FDA.

Potiga wurde von im North Carolina beheimatetem Valeant Pharmaceuticals North America entwickelt und wird von GlaxoSmithKline (Trobalt) vertrieben, Research Triangle, N.C.
Quelle: U.S. Food and Drug Administration, Juli 2011

Weitere sehr häufige Nebenwirkungen können sein:

Zulassung: EU - Deutschland

Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur hat die Zulassung von Trobalt empfohlen als Zusatztherapie für fokale Krampfanfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Erwachsenen über 18 Jahre mit Epilepsie empfohlen.

Trobalt 200 mg, 300 mg und 400 mg ) kann (als Last-Line-Therapie) in Kombination mit anderen Arzneimitteln gegen Epilepsie zur Behandlung von Erwachsenen mit arzneimittelresistenten fokalen Krampfanfällen angewendet werden.

Marktrücknahme von Trobalt

24.04.2017 Das Unternehmen GlaxoSmithKline erinnert an die weltweite Marktrücknahme von TROBALT® 50 mg, 100 mg, 200 mg, 300 mg, 400 mg Filmtabletten (mit dem Wirkstoff Retigabin) Ende Juni 2017.

Obwohl die Marktrücknahme von TROBALT in Deutschland bereits am 1. Juli 2012 erfolgte, werden nach der Kenntnis von GSK weiterhin einige Patienten mit TROBALT-Importware behandelt, weshalb das Unternehmen auch Ärzte in Deutschland entsprechend informiert.

Daher sollte die Behandlung mit dem Medikament bis spätestens Ende Juni 2017 beendet und auf eine geeigenete Therapie umgestellt werden. Die Behandlung sollte laut GSM "unter gradueller Dosisreduktion schrittweise über einen Zeitraum von mindestens 3 Wochen abgesetzt werden".

Es sollten ab sofort keine Behandlungen mit Trobalt begonnen werden und Ärzte sollten ihre Kollegen darüber informieren.

Ab Juli 2017 wird weltweit keine Ware mehr im Handel verfügbar sein, schreibt das Pharmaunternehmen.

Welche Erfahrung haben Sie damit gemacht? Schreiben Sie uns.

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