Adderall

Psychostimulans - Psychopharmaka

Anwendung, Indikation

Adderall, Adderall XR und Mydayis sind Kombinationspräparate, die vier Salze der beiden Enantiomere von Amphetamin, einem Stimulans des zentralen Nervensystems (ZNS) der Phenethylaminklasse, enthalten.

adderall
Bild: Amphetamin-Aspartatmischung mit Amphetaminsulfat,
Dextroamphetamin-Saccharat und Dextroamphetaminsulfat

Adderall wird in der Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Narkolepsie verwendet (nicht in Deutschland zugelassen).

Es wird auch als Leistungssteigerer bei sportlichen und kognitiven Aktivitäten sowie als Aphrodisiakum und euphorisierendes Mittel eingesetzt. Nach Salzgehalt sind die Wirkstoffe von Adderall, Adderall XR und Mydayis 25% Levoamphetamin und 75% Dextroamphetaminsalze.

Wirkung

Adderall ist im Allgemeinen gut verträglich und wirksam bei der Behandlung der Symptome von ADHS und Narkolepsie. Bei therapeutischen Dosen verursacht Adderall emotionale und kognitive Effekte wie Euphorie, Veränderung der Libido, erhöhte Wachsamkeit und verbesserte kognitive Kontrolle.

Bei diesen Dosen induziert es physische Effekte wie eine schnellere Reaktionszeit, Ermüdungsresistenz und erhöhte Muskelkraft. Im Gegensatz dazu können viel höhere Dosen von Adderall die kognitive Kontrolle beeinträchtigen, einen schnellen Muskelabbau verursachen oder eine Psychose auslösen (z.B. Wahnvorstellungen und Paranoia).

Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen von Adderall variieren stark zwischen Individuen, aber am häufigsten treten Schlaflosigkeit, Mundtrockenheit und Appetitlosigkeit auf.

Sucht, Suchtentwicklung

Das Risiko, eine Sucht zu entwickeln, ist unbedeutend, wenn Adderall wie vorgeschrieben in relativ niedrigen Tagesdosen verwendet wird, wie z.B. bei der Behandlung von ADHS; jedoch stellt die routinemäßige Anwendung von Adderall in größeren Tagesdosen aufgrund der ausgeprägten Verstärkungseffekte, die bei höheren Dosen vorhanden sind, ein erhebliches Suchtrisiko dar.

Dosen im Freizeitkonsum von Adderall sind im Allgemeinen viel größer als verschriebene therapeutische Dosen und bergen ein weitaus größeres Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen.

Welche Erfahrung haben Sie damit gemacht? Schreiben Sie uns.

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