Stimulanzien / Psychostimulantien bei ADHS

Psychopharmaka - die Psyche stimulierend

Wie die Behandlung mit Stimulanzien schwerwiegende Folgen von ADHS verhindert

23.07.2019 Eine Analyse von drei früheren Studien mit Kindern und Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) quantifiziert erstmals, inwieweit die Behandlung mit Psychostimulanzien - auch bekannt als Stimulanzien - die Entwicklung von Stimmungsstörungen, Schulproblemen, Verhaltensstörungen, Drogensucht und anderen Problemen verringert.

Die Studie unter der Leitung von Forschern des Massachusetts General Hospital wurde online im Journal of Adolescent Health veröffentlicht.

NNT (Number needed to treat)

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Die Forscher um Joseph Biederman werteten die Daten der drei Studien, die sie zuvor veröffentlicht hatten, aus, um das NNT (Number needed to treat - Anzahl der notwendigen Behandlungen: Eine statistische Maßzahl, die angibt, wie viele Patienten pro Zeiteinheit mit der Testsubstanz behandelt werden müssen, um bei der untersuchten Population das gewünschte Behandlungsziel zu erreichen bzw. - in dieser Untersuchung - bestimmte Erkrankungen / Resultate zu verhindern) zu berechnen.

Die Studien

Zwei Studien waren langfristige, prospektive Studien mit Kindern mit und ohne ADHS - eine zu Jungen, eine zu Mädchen. Einige von denen mit ADHS diagnostizierten Teilnehmer wurden mit Stimulanzien behandelt, einige nicht.

Die dritte Studie war eine randomisierte, doppelblinde Studie an jungen Erwachsenen mit ADHS, die ihre Leistung in einer Fahrsimulation beim Beginn der Studie mit ihrer Leistung nach sechs Wochen Behandlung mit einem Stimulans oder einem Placebo verglich.

Die Teilnehmer an den Langzeitstudien hatten bei Studienbeginn ein Durchschnittsalter von 11 Jahren und bei der Nachuntersuchung von 20 Jahren, und die aktuelle Untersuchung konzentrierte sich nur auf Personen mit ADHS. Die Teilnehmer der Fahrstudie waren zwischen 18 und 26 Jahre alt.

Prävention von Störungen, Erkrankungen, Unfällen durch Psychostimulantien

Die NNT für die Ergebnisse waren:

Anpassungen an das Geschlecht der Teilnehmer und mehrere andere Faktoren änderten nichts an den Auswirkungen der Behandlung mit Psychostimulanzien auf diese Ergebnisse, außer dass die Prävention von Drogenkonsum bei jüngeren Teilnehmern stärker war.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Journal of Adolescent Health - DOI: https://doi.org/10.1016/j.jadohealth.2019.05.015

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