Benzodiazepine: Nebenwirkungen

Beruhigend wirkende Medikamente

Übersicht, Liste

Sie haben sehr viele Nebenwirkungen und werden oftmals falsch und/oder unnötig eingesetzt.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind:

Weitere mögliche unerwünschte Arzneimittelwirkungen (ohne Bezug zur Häufigkeit):

Die vollständigen Nebenwirkungen finden Sie bei den einzelnen Psychopharmaka in der Aufzählung hier.

Die Verschreibung ist rezeptpflichtig und es greift das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Es gibt also keine rezeptfreien Benzodiazepine.

Warnung vor Kombination mit Opioid-Schmerzmitteln oder Husten-Medikamenten

01.09.2016 Eine Untersuchung der Food and Drug Administration (FDA) der USA hat ergeben, dass die wachsende kombinierte Verwendung von Opioid-Medikamenten mit Benzodiazepinen oder anderen Arzneimitteln, die das zentrale Nervensystem (ZNS) hemmen, zu schweren Nebenwirkungen geführt hat, darunter verlangsamte Atmung oder Probleme beim Atmen und Todesfälle.

Black-Box-Warnung

Achtung-Warnung

Opioide werden verwendet, um Schmerzen und Husten zu behandeln; Benzodiazepine werden zur Behandlung von Angst, Schlaflosigkeit und Krampfanfällen eingesetzt. Um die Verwendung von Opioiden und Benzodiazepinen oder Opioiden und anderen ZNS-Depressiva zu verringern, lässt die FDA die Medikamente zusätzlich mit Black-Box-Warnungen kennzeichnen - der stärksten möglichen Form eines von der US-FDA verhängbaren Warnhinweises.

Verschreibung

Fachkräfte des Gesundheitswesens sollten Patienten Opioidschmerzmittel mit Benzodiazepinen oder anderen ZNS-Depressiva nur begrenzt verschreiben, für die alternative Behandlungsmöglichkeiten unzureichend sind. Wenn diese Arzneimittel zusammen verschrieben werden, sollten die Dosierungen und die Dauer jedes Arzneimittels so gering wie möglich limitiert werden.

Patienten und Pflegepersonal sind über die Risiken für verlangsamtes oder Probleme beim Atmen und / oder Sedierung, und die damit verbundenen Symptome zu informieren. Die Verschreibung von Opioid-Husten-Medikamenten an Patienten unter Benzodiazepinen oder anderen ZNS-Depressiva, einschließlich Alkohol, ist zu vermeiden.

Symptome, Anzeichen

Patienten, die Opioide mit Benzodiazepinen, anderen ZNS-dämpfenden Arzneimitteln oder Alkohol einnehmen, und deren Betreuer sollten sofort einen Arzt aufsuchen, wenn sie Symptome von

Nichtansprechbarkeit bedeutet, dass die Person nicht antwortet, nicht normal reagiert oder nicht aufgeweckt werden kann.

Erhöhter Einsatz

Die FDA stellte in zwei Studien eine steigende Tendenz der gleichzeitigen Einnahme von Opioid-Analgetika und Benzodiazepinen, und eine zunehmende Häufigkeit der Kombination von Benzodiazepinen und Missbrauch von verschreibungspflichtigen Opioiden, Missbrauch und Überdosierung fest, erfasst durch die Krankenhausaufenthalte und Überdosis-Todesraten (durch vorgeschriebene oder größere als vorgeschriebene Dosen).

Zwischen 2002 und 2014 wuchs die jährliche Zahl der Patienten in den USA, die ein Opioid-Analgetikum erhielten, um 8 Prozent von 75 auf 81 Millionen, und die jährliche Zahl der Patienten, die ein Benzodiazepin erhielten, erhöhte sich um 31 Prozent: von 23 auf 30 Millionen. Während dieser Zeit erhöhte sich der Anteil der Empfänger, denen gleichzeitig Benzodiazepine und Opioid-Analgetika verschrieben wurden um 41 Prozent, sagte die FDA.

Todesfälle

Zwischen 2004 und 2011 stieg die Rate der nicht-medizinischen Verwendung im Zusammenhang mit dem Aufenthalt im Krankenhaus durch Opioid-Analgetika und Benzodiazepine von 11 auf 34,2 pro 100.000 Einwohner.

Im gleichen Zeitraum stiegen die insgesamten Todesfälle durch Überdosierung in denen Opioid-Analgetika und Benzodiazepine nach Vorschrift oder überdosiert eingenommen wurden von 0,6 auf 1,7 pro 100.000 Menschen. Der Anteil der Todesfälle mit Beteiligung von verschreibungspflichtigen Opioid-Analgetika und Benzodiazepinen stieg dabei von 18 Prozent auf 31 Prozent in diesem Zeitraum.

Weitere Studien in der medizinischen Literatur zeigen weitere direkte Belege für ein erhöhtes Risiko von schweren Nebenwirkungen (Todesfälle), die die gleichzeitige Einnahme von Opioid-Analgetika und Benzodiazepine betreffen, schreibt die FDA.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: FDA; August 2016

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