Meditation gegen Gehirnabbau, Gehirndegeneration

Meditation gegen den altersgebundenen Abbau der grauen Gehirnsubstanz

07.02.2015 Volumen und Gewicht des Gehirns beginnen Mitte der 20er Jahre abzunehmen und das Gehirn verliert funktionelle Fähigkeiten; doch Meditation kann dem entgegenwirken laut einer in Frontiers in Psychology veröffentlichten Studie.

Meditation
Bild: Helena Cuerva

Das Forscherteam der Universität von California, Los Angeles untersuchte mit Hilfe der Magnetresonanztomographie, ob Meditation die graue Substanz des Gehirns (dieses Gewebe enthält die Neuronen) besser erhalten könne.

Die Wissenschaftler verglichen 50 Personen (28 Männer und 22 Frauen im Alter zwischen 24 und 77), die jahrelang meditiert hatten (4-46 Jahre lang) mit 50 Kontrollteilnehmern, die in ihrem Leben noch nicht meditierten.

Dr. Florian Kurth, Koauter der Studie, war vom Ausmaß der Unterschiede überrascht.

Wir erwarteten ziemlich kleine und unterschiedliche Auswirkungen in einigen der Regionen, die zuvor mit der Ausübung von Meditation verbunden wurden, sagte er. Stattdessen fanden wir, dass sich die Effekte auf Regionen des gesamten Gehirns auswirkten.

Die Forscher fanden eine negative Korrelation zwischen grauer Substanz und dem Alter (also: je älter, desto weniger graue Substanz) der Teilnehmer. Doch bei denen, die meditierten, schien sich das graue Hirngewebe besser erhalten zu haben.

Jedoch könne kein kausaler Zusammenhang gezogen werden, da auch viele andere Faktoren mitspielen könnten, wie: Lebensstil, Charaktermerkmale und genetische Gehirnunterschiede, sagten die Neurowissenschaftler.

Dennoch sind unsere Ergebnisse immer noch vielversprechend, sagte Autorin Dr. Eileen Luders, und weitere Studien sollten folgen, die das Potential von Meditation erforschen.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Frontiers in Psychology, University of California, Los Angeles; Feb. 2015

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