Kognitive Verhaltenstherapie
Erfahrungen, Erfahrungsberichte

Psychotherapieformen - Behandlungsmethoden

Erfahrungen, Kommentare zum Thema Kognitive Verhaltenstherapie

Wie oft? Wie viele Sitzungen?

08.02.2018 Kommentar von Natalie:

Hallo zusammen!
Ich habe vor zwei Wochen mit einer ambulanten Verhaltenstherapie begonnen. Laut der Psychologin wären alle zwei/drei Wochen eine Sitzung von 50 Minuten vollkommen ausreichend. Bei kürzeren Abständen gäbe es ja sonst nix neues.

Mir kam das etwas komisch vor, weil ich der Meinung war, dass gerade in der ersten zeit, mindestens ein Termin pro Woche stattfinden würde.

Bei meiner behandelnden Psychiaterin, die ich da mal aushorchen wollte, bekomm ich leider erst nächste Woche nen Termin. Und da im Vorfeld ein/zwei andere Sachen bei der Psychologin seltsam waren, lässt mit das doch keine Ruhe.

Also, meine Frage:
Ist das normal? "Nur" alle 2/3 Wochen eine Sitzung? Und kann man, im Rahmen der von der Krankenkasse genehmigten Sitzungen den Psychologen wechseln oder muss ich die 25 genehmigten Stunden bei ihr durchziehen?
Gruß
Natalie

02.03.2018 Kommentar von Goldjunge:

Nach meiner Erfahrung ist das zu wenig. Am Anfang der Therapie muss der Therapeut das Problem zumindest nährungsweise verstanden haben. Auch wenn hier keine tiefergehende Analyse erfolgt und die Strickmuster aller Menschen häufig sehr ähnlich sind, reicht da sicherlich kein kurzer Plausch. Um Einfluss auf die eigenen oft falschen Denkmuster nehmen zu können, bedarf es im nächsten Schritt dem Erlernen verschiedener Verhaltensregeln. Das ist teilweise recht theoretisch und muss an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden. Wie soll es einen Lerneffekt geben, wenn da zwei oder drei Wochen zwischen den Terminen liegen?

Allerdings war in meiner Verhaltenstherapie nach etwa vier Monaten die Luft ein wenig raus. Irgendwann kommt eben der Punkt, an dem es ans Machen geht. An die Konfrontation. Und später an die Analyse der Situationen. Hier kann ich mir durchaus vorstellen, dass weniger Sitzungen ausreichend sein könnten. Kommt allerdings auch darauf an, wie intensiv Du Konfrontation betreibst.

08.03.2018 Kommentar von BellaS:

Ich hatte einmal die Woche für ca 1,5 Jahre Verhaltenstherapie.
Weniger wäre für mich nicht gegangen, außerdem gabs auch immer was zu besprechen und natürlich zu üben. Wir haben mich in der Sitzung konfrontiert und da ging es wöchentlich in kleinen Schritten weiter, ziemlich stressig, aber erfolgreich

12.03.2018 Kommentar von Natalie:

Das hab ich mir schon fast so gedacht :-/ Kann man denn den Therapeuten wechseln? Also z. B. Ich mach 5 Stunden bei ihr bis ich jemand anderen gefunden habe und die restlichen 20 genehmigten woanders? Oder gibt das Probleme mit der Krankenkasse?

18.03.2018 Kommentar von vtt:

Du hast immer 5 probatorische Sitzungen, die nicht zur normalen Stundenzahl zählen. In der Zeit sollte man sich einigermaßen beschnuppert haben

Falls nicht, kannst du immer wechseln.

25.03.2018 Kommentar von Natalie:

Jetzt bin ich verwirrt..
Also, ich war zu einem Gespräch da, wo sie mir grob den Ablauf erklärt hat. Dann hat sie mir einen Bericht mitgegeben zum ausfüllen durch den behandelnden Arzt. Das wiederum sollte ich zurückschicken und dann auf die Bestätigung der Krankenkasse warten. Die kam dann vor zwei Wochen (also 25 Stunden genehmigt) und dann hab ich erst nen Termin bekommen...
Versteh ich das jetzt richtig, dass ich die probatorischen Sitzungen überspringen hab?
Sorry, dass ich hier so umständlich frage, das Thema mit der Verhaltenstherapie ist leider absolutes Neuland für mich und ich hab damit absolut keine Erfahrung :(

11.12.2018 Kommentar von blupp:

Diese 5 Sitzungen werden einem gewährt, weil es ja auch sein kann, dass man nicht zusammen zurecht kommt. Die Wellenlänge zwischen Psychotherapeutin und Klient sollte einigermaßen stimmen.

Klappt alles soweit in diesen 5 Stunden, wird dann mit den 25 Stunden begonnen.

13.02.2019 Erfahrung von Nicole:

Ich habe während der Verhaltenstherapie die Thesapeutin gewechselt. Das war nicht sehr problematisch. Habe zuerst die Krankenkasse angerufen, und mich erkundigt, ob sowas überhaupt geht. Die haben mir bestätigt, dass das gar kein Problem ist.

Also neuen Therapieplatz gesucht - Situation erklärt - Brief an die Kasse und die bereits genehmigten Stunden wurden übertragen. Ich hab`s mir schwieriger vorgestellt. Nach meiner Erfahrung also ganz einfach.

Dass dir nicht gesagt wurde, dass es die 5 Stunden gibt, finde ich ebenfalls sehr seltsam.

23.06.2019 Erfahrung von Joda:

Hallo,

die Chemie zwischen Patient und Therapeuten kann grundsätzlich ein wichtiges Fundament für eine möglichst erfolgreiche Therapie auch bei der kognitiven Verhaltenstherapie sein !

Für die Zusammenarbeit mit Eurer bevorzugten Psychologin wünsche ich Euch das nötige Quentchen Glück

KVT: Nebenwirkungen

Erfahrungen, Kommentare zum Thema Nebenwirkungen in der Kognitiven Verhaltenstherapie

17.08.2018 Kommentar von Drittermann:

Mein Sohn ist mit 38 Jahren unerwartet verstorben. Ich befand mich in psychotherapeutischer Behandlung (9. Stunde). Einen Tag vor der Beisetzung meines Sohnes fragte mich die Therapeutin fröhlich (sie wußte, daß mein Sohn verstorben ist) Und was ist heute unser Thema? Sie hatte mir nicht einmal konduliert.Danach bin ich nicht mehr zu der Therapeutin hin gegangen.Ich fühlte mich so sehr verletzt.Kein bischen Empathie.

9 Monate später suchte ich erneut Hilfe zur Trauerbewältigung bei einer anderen Therapeutin. Ich erzählte ihr, dass mein Sohn plötzlich verstorben ist. In der 2. Stunde fragte sie mich, wie es meinem Sohn geht. Ich antwortete, ich weiss es nicht, woher soll ich es wissen? Therapeutin: Nun von Freunden und Bekannten oder Verwandten. ICH ANTWORTETE NUR: Mein Sohn lebt nicht mehr.
Die Therapie habe ich ebenfalls abgebrochen.

Mir geht es heute schlechter, als vor 1 1/2 Jahren. Ich habe mein Vertrauen bzgl. Therapeuten total verloren. Ich fühle mich verletzt, nicht ernst, nicht wahrgenommen. Meine Trauer ist kaum zu ertragen und ich weiß nicht wie es weitergehen soll...

Ergänzung:
Seit dem Tod meines Sohnes bin ich sehr dünnhäutig und verletzlich, weine jeden Tag und breche leicht in Tränen aus. Ich leide unter Schlafstörungen und mein Gedankenkarussel lässt sich nicht abschalten. Das schlimmste sind meine Schuldgefühle. Ich habe Suizidgedanken, und das einzige was mich im Moment davon abhält ist meine Feigheit.

Welche Erfahrung haben Sie damit gemacht? Schreiben Sie uns.

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