Schlechte psychische Gesundheit mit frühzeitiger Herzerkrankung verbunden

Jüngere Erwachsene mit schlechterer psychischer Gesundheit und Depression haben ein höheres Risiko für eine schlechte Herzgesundheit

Schlechte psychische Gesundheit mit frühzeitiger Herzerkrankung verbunden

03.02.2023 Depressionen und eine schlechte psychische Gesundheit stehen in Zusammenhang mit frühzeitigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einer suboptimalen kardiovaskulären Gesundheit bei jungen Erwachsenen. Dies geht aus einer online im Journal of the American Heart Association veröffentlichten Studie hervor.

Dr. Yaa A. Kwapong von der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore und Kollegen nutzten die Daten von 593.616 jungen Erwachsenen (im Alter von 18 bis 49 Jahren), die an der Umfrage des Behavioral Risk Factor Surveillance System (2017 bis 2020) teilnahmen, um den Zusammenhang zwischen Depressionen und schlechter psychischer Gesundheit mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) und suboptimaler kardiovaskulärer Gesundheit (CVH) zu untersuchen.

  • Die Forscher fanden heraus, dass Menschen mit Depressionen ein höheres CVD-Risiko hatten als Menschen ohne Depressionen (Odds Ratio: 2,32).
  • Es wurde ein abgestufter Zusammenhang zwischen Tagen schlechter psychischer Gesundheit (poor mental health days: PMHD) und CVD festgestellt.
  • Bei Personen mit bis 13 PMHD bzw. 14 bis 30 PMHD lag die Wahrscheinlichkeit einer kardiovaskulären Erkrankung bei 1,48 bzw. 2,29 im Vergleich zu Personen ohne PMHD, nachdem soziodemografische und kardiovaskuläre Risikofaktoren berücksichtigt wurden.
  • Es wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern oder dem städtischen/ländlichen Status festgestellt.
  • Im Vergleich zu Personen ohne Depressionen hatten Teilnehmer mit Depressionen ein höheres Risiko für eine suboptimale Herz-Kreislauf-Gesundheit (Odds Ratio: 1,79), wobei die Verbindung ähnlich gestaffelt war.

„Unsere Studie deutet darauf hin, dass wir der psychischen Gesundheit junger Erwachsener Priorität einräumen und vielleicht das Screening und die Überwachung auf Herzkrankheiten bei Menschen mit psychischen Erkrankungen und umgekehrt verstärken müssen, um die allgemeine Herzgesundheit zu verbessern“, sagte Kwapong in einer Erklärung.

© Psylex.de – Quellenangabe: doi.org/10.1161/JAHA.122.028332 Journal of the American Heart Association. 2023;0:e028332

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