Hashimoto-Krankheit - Psychische Störungen, Erkrankungen

Klinische Psychologie - Psychische Störungen

Zusammenhang zwischen Hashimoto-Thyreoiditis und Depressionen und Angststörungen

15.05.2018 Es gibt einen starken Zusammenhang zwischen den psychischen Störungen Depressionen und Angststörungen und der Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis (auch Autoimmunthyreoiditis (AIT), Hashimoto-Thyroiditis, Struma lymphomatosa Hashimoto, (chronische) lymphozytäre Thyreoiditis, Ord-Thyreoiditis, Hashimoto-Krankheit genannt) - einer chronischen Schilddrüsenerkrankung, die etwa 10 Prozent der Bevölkerung betrifft.

Eine im Fachblatt JAMA Psychiatry hat nun zeigen können, dass eine spezielle Behandlung vielen Betroffenen, insbesondere Frauen, helfen kann.

Autoimmunthyreoiditis

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Bild: Unsplash

AIT führt zu spezifischen psychischen Symptomen, einschließlich innerer Unruhe, Anspannung und Erschöpfung. Menschen erkranken im Alter zwischen 30 und 50 Jahren, wobei Frauen deutlich häufiger betroffen sind als Männer.

Da die Erkrankung oft erst zur gleichen Zeit wie die Wechseljahre auftritt und keine Schmerzen verursacht, ist es leicht, die Schilddrüsenentzündung zu übersehen oder sie als "Wechseljahresbeschwerden", oder Depression oder Angstzustände allein zu diagnostizieren.

Studie

Eva-Maria Siegmann von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Kollegen zeigten in dieser systematischen Übersicht und Meta-Analyse von 19 Studien anhand der Daten von 36.174 Teilnehmer, dass Patienten mit Autoimmunthyreoiditis signifikant höhere Werte für Depressionen und Angststörungen im Vergleich zu gesunden Kontrollteilnehmern hatten.

Patienten mit AIT / Hashimoto-Thyreoiditis, subklinischer oder offener Hypothyreose hatten signifikant höhere Werte auf standardisierten Depressionstests mit einem Odds Ratio von 3,56 (d.h. eine Erhöhung des Risikos um 356% im Vergleich zu den Kontrollteilnehmern).

Bei Angststörungen hatten Patienten mit Hashimoto-Krankheit, subklinischer oder offener Hypothyreose ein Odds Ratio von 2,32.

Dieser Befund hat wichtige Auswirkungen auf die Patienten und könnte zur Wahl einer frühzeitigen Behandlung - und nicht nur einer psychotherapeutischen Behandlung - der organischen Störung führen.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; JAMA Psychiatry. 2018. doi:10.1001/jamapsychiatry.2018.0190

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