ADHS: Ernährung

Prävention, Vorbeugung

Kann eine 'mediterrane' Ernährung vor ADHS schützen?

06.02.2017 Obwohl die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) mit Nährstoffmängeln und "ungesunden" Ernährungsweisen in Verbindung gebracht wurde, gab es bislang keine Studien, die die Beziehung zwischen einer mediterranen Ernährung (auch Mittelmeer-Diät genannt) und ADHS untersuchte.

Mittelmeerdiät

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Bild: congerdesign

Die Forscher um Alejandra Ríos-Hernández und José A. Alda von der Universität Barcelona untersuchten in ihrer im Fachblatt Pediatrics veröffentlichten Studie, ob eine Ernährung mit Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Bohnen und gesunden Fette aus Lebensmitteln wie Olivenöl, Nüssen und Fisch, sowie wenig rotes Fleisch oder eine ungesündere Ernährung mit einer Abnahme bzw. Zunahme bei der ADHS-Diagnose verbunden ist.

Diagnosen

Insgesamt 120 Kinder und Jugendliche (60 mit kürzlich diagnostizierter ADHS und 60 Kontrollen) nahmen an der Studie teil. Die ADHS-Diagnose wurde anhand der DSM-IV-Kriterien gestellt. Die Ernährung, Energieaufnahme, Befolgen der mediterranen Ernährungsrichtlinien und Familienhintergrund wurden erfasst.

Die Heranwachsenden, die weniger streng einer mediterranen Ernährungsweise folgten, wiesen mehr ADHS-Diagnosen auf.

Risikoreiche Ernährung

Kinder und Jugendliche, die sich am wenigsten nach dieser Diät ernährten, zeigten im Vergleich zu den Heranwachsenden, die sich am ehesten nach der Mittelmeerdiät ernährten ein um mehr als 700% erhöhtes Risiko für eine ADHS-Diagnose.

Das Auslassen des Frühstücks, Essen in Fast-Food-Restaurants (gesättigte Fette, Zucker, Fleisch) war mit einer hohen Rate von ADHS-Diagnosen verbunden, das Essen von Früchten, Gemüse, Pasta und Reis mit einer niedrigen. Auch ein hoher Verbrauch an Zucker, Süßigkeiten, Cola-Getränken war mit einem höheren Auftreten von ADHS-Diagnosen verknüpft.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Universität Barcelona, Pediatrics - doi: 10.1542/peds.2016-2027; Feb. 2017

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