Schützt Safran vor ADHS?

Studie untersuchte Safran bei der Behandlung von ADHS im Vergleich zu Methylphenidat

22.02.2019 Eine neue Kurzzeit-Pilotstudie mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 6-17 Jahren mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) hat gezeigt, dass Safran bei der Symptomkontrolle ebenso wirksam ist wie Methylphenidat (Handelsnamen sind z.B. Ritalin, Concerta, Equasym, Medikinet).

safran
Bild: Rainer Zenz (Wiki)

Safran könnte eine vielversprechende pflanzliche Alternative zur Behandlung von ADHS sein, insbesondere für die 30% der Patienten, die nicht auf Stimulanzien wie Methylphenidat ansprechen oder diese nicht vertragen, laut einer im Journal of Child and Adolescent Psychopharmacology veröffentlichten Studie.

Crocus sativus

Die Forscher um Sara Baziar von der Teheran Universität verglichen die Wirkungen von Crocus sativus (wissenschaftlicher Name von Safran) mit Methylphenidat bei 54 Patienten über einen Zeitraum von 6 Wochen. Die Befunde zeigten keinen signifikanten Unterschied in der Wirksamkeit sowie eine ähnliche Häufigkeit von Nebenwirkungen.

In einer 6-wöchigen randomisierten Doppelblindstudie wurden 54 Patienten mit ADHS-Diagnose nach dem Zufallsprinzip entweder 20-30 mg/d (20 mg/d für <30 kg und 30 mg/d für >30 kg) Methylphenidat oder 20-30 mg/d Safran-Kapseln abhängig vom Gewicht (20 mg/d für <30 kg und 30 mg/d für >30 kg) zugewiesen.

Vergleich der Wirksamkeit

Fünfzig Patienten beendeten die Studie. Wiederholte Messungen zeigten keinen signifikanten Unterschied zwischen den beiden Gruppen auf der Eltern- und Lehrer-Bewertungsskala (F = 0,749, df = 1,317, p = 0,425 und F = 0,249, df = 1,410, p = 0,701). Die Veränderungen in der Lehrer- und Eltern-ADHD-Bewertungsskala von der Basislinie bis zum Studienende unterschieden sich nicht signifikant zwischen der Safrangruppe und der MPH-Gruppe (p = 0,731 bzw. p = 0,883).

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Journal of Child and Adolescent Psychopharmacology - DOI: 10.1089/cap.2018.0146

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