Angststörung: Angst beschreiben, hilft

Psychische Störungen - Angststörungen

13.10.2012 Angst zu verbalisieren, sie zu beschreiben, kann eine Rolle beim Regulieren der emotionalen Aspekte der Furcht spielen, kann dabei helfen eine Angststörung zu therapieren, nach einer im August in Psychological Science herausgegebenen Studie.

Expositionstherapie bei Spinnenphobie

Spinnenphobie
Spinnenphobie
Little Miss Muffet - William Wallace Denslow
Katharina Kircanski, Ph.D. und Kollegen führten eine Expositionstherapie durch, in der die Teilnehmer (mit Spinnenphobie) in verschiedene Versuchsgruppen aufgeteilt, und dann angewiesen wurden, über mehrere aufeinander folgende Tage sich einer Spinne zu nähern.

Eine Gruppe wurde aufgefordert, ihre Gefühle in Worte zu kleiden. Sie beschrieben ihre negativen Emotionen, die sie erlebten, als sie sich der Spinne näherten.

Eine andere Gruppe wurde darum gebeten, die Situation durch Beschreiben neu "zu beurteilen", indem sie die Spinne mit gefühlsmäßig neutralen Wörtern beschrieben.

Eine dritte Gruppe wurde aufgefordert, über ein nicht zusammenhängendes Thema (Dinge in ihrem Haus) zu reden, und eine vierte Gruppe erhielt machte sonst nichts.

Angst zu verbalisieren half

Die Forscher entdeckten, dass die Teilnehmer, die ihre negativen Gefühle in Wörter kleideten, am wirksamsten ihre physiologische Erregung senkten. Sie waren auch bereiter, näher an die Spinne heranzugehen.

Die Befunde sagen, dass es hilft mit einer unheimlichen Situation fertigzuwerden, wenn man über die eigenen Gefühle spricht, selbst wenn sie negativ sind.
Quelle: Psychological Science, August 2012

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