Angststörung, Angst
Osteoporose und Knochenbrüche

Psychische Störungen

Ängstlichkeit verbunden mit Risiko für osteoporosebedingte Knochenbrüche

23.06.2018 Angst scheint den menschlichen Körper in vielerlei Hinsicht zu belasten bzw. zu schädigen, einschließlich eines erhöhten Risikos für Herzkrankheiten und Magen-Darm-Erkrankungen.

Nun zeigt eine neue Studie, dass Angstzustände mit einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche bei postmenopausalen Frauen verbunden sind laut einer in der Zeitschrift Menopause: The Journal of the North American Menopause Society veröffentlichten Studie.

Osteoporose-bedingte Frakturen

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Bild: Gerd Altmann

Das Frakturrisiko ist für Frauen im Alter ein großes Problem. Weltweit erleidet schätzungsweise jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens eine Osteoporose-bedingte Fraktur.

Mit zunehmender Lebenserwartung steigt die Häufigkeit osteoporotischer Knochenbrüche und damit die Gesundheitskosten. Dies hat zu einem verstärkten Fokus auf die genaue Beurteilung der Patientinnen hinsichtlich des Frakturrisikos geführt.

Angststörungen und Osteoporose

Frühere Studien haben gezeigt, dass Personen mit Angststörungen 1,79 mal häufiger Osteoporose entwickeln als solche ohne Angststörung.

In der aktuellen Studie von Dr. Antonino Catalano vom University Hospital of Messina, Italien und Kollegen zeigen die Befunde, dass Angstzustände bei postmenopausalen Frauen mit einer verringerten Knochenmineraldichte - einem Schlüsselindikator für das Frakturrisiko - der Lendenwirbelsäule und des Oberschenkelhalses verknüpft sind.

Von den 192 postmenopausalen Frauen der Studie zeigten die Frauen mit den geringsten Ängsten eine geringere Wahrscheinlichkeit für Knochenbrüche als die Frauen mit höheren Angstwerten.

Weitere Risikofaktoren

Darüber hinaus war das Angstausmaß signifikant mit dem Alter, dem Alter der Wechseljahre, den Jahren seit der Menopause und den depressiven Symptomen verbunden.

Diese Studie legt nahe, dass Frauen mit Angststörungen auf Osteoporose untersucht werden sollten, da sie ein höheres Risiko für eine niedrige Knochendichte haben, was mit einem höheren osteoporotischen Frakturrisiko verbunden ist.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Menopause: The Journal of the North American Menopause Society - doi: 10.1097/GME.0000000000001123

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