Angst vor lauten Geräuschen Erfahrungen, Erfahrungsberichte

Angststörungen – Phobien (weitere Phobien in der Phobie-Liste)

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Erfahrungen, Erfahrungsberichte zum Thema Ligyrophobie

Angst vor Schrauben am Auto

31.01.2020 Erfahrung von Oldtimer-Fan:

Liebe Communtiy,
ich bin 14 Jahre alt und großer Oldtimer-Fan.
Ich habe zusammen mit meinem Vater dieses Jahr einen gekauft und sind auch viel am tun daran.
Das Problem ist, ich kann es kaum noch genießen mit ihm zu fahren, aus Angst, man müsste schrauben und es könnte laut werden (Fehlzündungen = lauter Knall). Seit dem bei unserem neueren Auto eine Anzeige spinnt, fahre ich mit dem auch mit einem mulmigen Gefühl. Dabei besteht keine Gefahr, dass irgendwas kaputt geht oder man liegen bleibt. Ich gehe ungern in eine laute Autowerkstatt. Ganz schlimm ist es, wenn diese auch noch klein ist, dass ich keine Flucht-Möglichkeit habe.

Ich war schon immer recht geräuschempfindlich, es tritt verstärkt auf, seit wir den Oldtimer haben, wo man öfter schrauben muss.
Mit Ballons oder Feuerwerk komme ich ganz gut klar, auch wenn es nicht gerade meine Lieblings-Beschäftigung ist. Je neuer ein Auto, also geringen die Warscheinlichkeit ist, dass irgendwas passiert, desto sicherer fühle ich mich. Kann man da was machen, verfliegt es mit der Zeit?
Wenn es nicht gleichzeitig mein größtes Hobby wäre, würde ich einfach sagen, dann lasse ich es mit den Oldtimern. Übrigens: Am Fahrrad kann ich problemlos schrauben, da es keine Motor gibt, der laut werden könnte.
Lg

Angst vor Feuerwerk

12.01.2021 Erfahrung von Nitro:

Hey leute ich glaube ich habe auch Ligyrophobie bei mir ist sie nur nicht so schlimm ich bekomme zum Beispiel bei ballons oder so keine angst bei mir isr es nur bei feuerwerk und selbst das lässt sich unterdrücken zB. Kann ich an Silvester um mitternacht auf die Terrasse gehen(Halt mit hörschutz und kann mitfeiern(halt so 4-5 min) ich kann aus eigenen aussagen sagen, das man wenn man sich mehr mit dem thema auseinander setzt die angst mehr und mehr verliert vielleicht knallvideos auf YT mit kopfhörern schauen und sie mit der zeit immer lauter machen hilft echt. Ps: bin M/13

Angst vor Hundegebell

28.01.2021 Erfahrung von Schleichkatze:

Hallo,ihr alle,
ich bin sehr froh, euch hier gefunden zu haben, denn mir geht es genauso wie euch mit den Luftballons, den Böllern und allem. Ich erschrecke auch extrem vor allen Knallgeräuschen etc. und vor Hundegebell. Immer, wenn ein Hund in meiner Nähe ist, befürchte ich, er könnte bellen und bin total angespannt, bekomme Herzklopfen und verschwitzte Hände, besonders unangenehm war das auch in Restaurants, wenn sich Gäste mit Hund an den Nachbartisch setzten.
Auch gehe ich nicht mit Freunden, die einen Hund haben zum Wandern.
Ich habe dieses Problem schon seit meiner frühesten Kindheit und man ist ja oft mit Hunden konfrontiert.
Desensibilisierung hilft mir auch nicht.
Vielleicht hatte ich in frühester Kindheit ja eine traumatische Erfahrung.

Weitere Erfahrungsberichte zur Angst vor lauten Geräuschen

02.02.2021 Erfahrung von Sunny Baudelaire:

Hallo,
ich bin den Tränen nahe, weil ich heute zum ersten Mal etwas von Leuten lese, denen es genauso geht. Ich habe ein großes Problem mit lauten Geräuschen. Wenn Hunde bellen, Türen zugeschlagen oder laute Musik ertönt bin ich total raus. Am aller schlimmsten ist es mit Böllern und Luftballons. Allein wenn ich Luftballons sehe bekomme ich Schweißausbrüche, Schwindel und kann mich gar nicht mehr konzentrieren. Wenn sie platzen oder Böller hochgehen kommt es oft zu Panikattacken.

Ich bin w/18 und leider wird es mit der Zeit schlimmer und vor allem nimmt das Verständnis der Leute mit zunehmendem Alter immer mehr ab.
Ich habe ein bisschen Angst, dass ich mich da auch selber hineinsteigere (wird mir oft unterstellt) und das ich es eigentlich bewältigen könnte.
Es tut sehe gut von Leuten zu lesen, denen es genauso geht:))

Mücke sagte am 16.05.2021:

Hallo,

Ich habe mir hier gerade so viele Erfahrungen zu dem Thema Knallangst durchgelesen.

Es ist schön zu lesen das man nicht alleine ist. Daher schreibe ich auch mal meine Erfahrungen.

Ich w25 leide seit ich denken kann an dieser Angst.

An Silvester oder bei Gewitter sitze ich mit Kopfhörern und lauter Musik in der Ecke.

Wenn hunde dabei sind meistens mit denen
Wenn ich kinder mit Luftballons sehe und keine Kopfhörer dabei habe versuche ich mir unauffällig die ohren zu zuhalten.

Ich habe vor drei Jahren angefangen in der Therapie darüber zu sprechen.
Seit dem wird es besser. Die angst wird wohl nicht weg gehen aber ich lerne damit umzugehen.
Meine „Methoden“ sinde folgende
Kopfhörer mit Lauter Musik die mich glücklich macht.

Bedarfs Medikamente (abgesprochen mit meinem Therapeuten)

Und vor allem Partner und Freunden alles erklärt.

An Silvester und bei Gewitter bin ich zwar abgeschottet aber immerhin dabei und seitdem alle bescheid wissen fühle ich mich auch nicht mehr ganz so ausgeschlossen.

Ich hoffe das ich jemandem vielleicht helfen konnte.
Oder wenigstens das Gefühl von allein sein mit der Angst etwas besser ist.
Lg Grüße



Erfahrungen / Kommentare zu “Angst vor lauten Geräuschen Erfahrungen, Erfahrungsberichte”

  1. Hallo!
    Ich bin 22, sitze im Büro und hoffe, dass das Gewitter bis Dienstende weg ist und ich halbwegs ok nach Hause gehen kann. Hab die Phobie schon seit ich denken kann. Mache schon länger eine Therapie, die auch Akkupressur beinhaltet. Ich bin zusätzlich auf Medikamenten.
    (hab noch eine diagnostizierte Depression dabei). Für den Notfall hab ich auch Beruhigungstropfen, die ich äußerst selten anwende. Was mir am meisten hilft sind Leute, die meine Angst akzeptieren und vielleich ab und zu etwas mitdenken (was triggern könnte). Auch versuche ich meinen Allgemeinzustand immer möglichst gut zu halten – dann gehts mit der (diagnostizierten) Angststörung auch besser! Trotz allem machen mich die Sommergewitter wahnsinnig und ich freue mich wirklich hier zu lesen, dass man nicht allein ist. Silvester 2020 habe ich gut überstanden – ich war gut vorbereitet und es durfte bei mir im Ort sowieso niemand etwas zünden (was manche natürlich nicht abgehalten hat). Was mir auch geholfen hat und wirklich ein langer Prozess war: endlich mal eine Diagnose zu bekommen und es quasi schwarz auf weis zu haben, dass ich mir das nicht nur einbilde!

  2. Hi,
    ich (w) leide nun auch schon seit einigen Jahren unter Ligyrophobie. Als Kleinkind hatte ich, wie meine Eltern vor mir, panische Angst vor Beispielsweise Presslufthammern oder Bohrern. Luftballons haben mir damals noch nichts ausgemacht und ich kann mich unter anderem daran erinnern, diese mit anderen Kindern problemlos auf einer
    Kindergeburtstagsfeier geplatzt zu haben. In der fünften Klasse hat meine Stufe einen Ausflug in ein Stillgelegtes Bergwerk gemacht, und der Führer hat urplötzlich die Hupe einer Bahn, die an der Decke hing, betätigt. Es war, zumindest in meiner Erinnerung, so unglaublich laut, dass ich angefangen habe zu weinen, und für die nächsten zwei Stunden, die wir unten verbringen sollten, nicht mehr aufgehört habe. Ich durfte nicht nach draußen gehen und bin heulend hinter den anderen hergelaufen. Leider war es mit den lauten Geräuschen des Tages auch noch nicht vorbei, denn es wurden anschließend Presslufthämmer und Steinsägen ausprobiert.

    Danach hatte ich plötzlich Angst vor Luftballons. Bewusst ist mir das wahrscheinlich beim Abistreich im selben Jahr geworden, wo es eine Menge Luftballons gab, die geplatzt wurden. Ich habe viel geweint. Im Jahr darauf hoffte ich, etwas „resistenter“ geworden zu sein, was nicht der Fall war. Nach meinem zweiten Abistreich an der Schule, der mir wieder aufgrund der Luftballons besonders zu schaffen gemacht hatte, wünschte ich mir, taub zu sein, um dieser Angst zu entkommen. An Silvester bin ich dann immer im Haus geblieben und hatte sogar Angst vor den kleinen Raketen, die ich zuvor immer draußen mitverfolgt hatte. Daran hat sich bis jetzt nicht viel geändert. Manchmal bin ich nachts in ländlichem Umfeld alleine draußen. In der Stille habe ich manchmal aus dem nichts Angst, dass der Schuss eines Jägers fallen könnte. In der Stadt halte ich mir meistens bei vorbeifahrenden Rettungswagen die Ohren zu, aus Angst, dass diese plötzlich die Sirene anmachen könnten. Auch Züge bereiten mir Probleme, weil sie in meinen Ohren so laut Druckluft ablassen. Ich bin familiär bedingt jährlich mindestens zweimal mit Zügen unterwegs und das warten am Bahnsteig ist, trotz Ohropax, meistens die reinste Folter. Ich bin jetzt 14 und habe nach wie vor öfters Ärger mit der Phobie. In der Schule will nicht schwach und wirken, wenn jemand wieder eine Brötchentüte platzt, ich wünschte, dass ich bei dem Geräusch einer Knallerbse nicht immer den Wunsch verspüren würde, meine Ohren zuzuhalten.

    Meine Familie und Freunde unterstützen mich dankenswerterweise so gut es geht und ich werde wahrscheinlich bald in Therapie gehen.

    Alles Gute an alle, die das lesen!

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