Phobophobie (Angst vor der Angst)

Angststörungen-Phobien

Die Phobie Phobophobie

Die Phobophobie gehört zu den Angststörungen und bezeichnet die morbide Angst vor der Angst, bzw. vor dem nächsten Angstanfall. Eine andere Bezeichnung dafür ist Angstsensitivität oder Erwartungsangst.

Bei dieser Angststörung meidet der Phobophobiker, sich mit dem zu beschäftigen, was ihm Angst macht - aus Angst erneut einen Angstanfall, eine Panikattacke zu bekommen. So zieht sich der Phobiker immer weiter zurück vor dem was ihm Angst macht und nicht selten in die soziale Isolation.

Phobophobie - Herkunft des Wortes - altgriechisch: phobos,phobia=Angst.

Erfahrungen, Erfahrungsberichte

Keine Panik und trotzdem soviel Angst vor der Angst

03.10.2017 Kommentar von Phobophobikerin:

Ich habe mich für eine Operation entschieden und .. ach egal .. ich habe Angst vor der Angst und bin schon ganz zermürbt. Die OP ist in ein paar Wochen.. bis dahin bin ich durchgedreht.

Ausserdem muss ich mich mal loben. Ich habe immer gesagt, ich lobe mich nicht für Dinge die jedes Kleinkind kann, aber das sehe ich jetzt anders. Ich bin mit Bravour durch die ganzen Arzttermine, Wartezimmer und Magenspiegelung gedüst. Das habe ich echt fein gemacht. jetzt muss ich nur noch bis zum OP-Termin durchhalten.

Wie kann man nur so wenig bis gar keine Panik haben und trotzdem soviel Angst vor der Angst (aha, Phobophobie nennt man das also) - will mir nicht einleuchten .. wobei da natürlich deutlich wird, dass es bei mir einen gravierenden Unterschied zwischen Angst und Panik gibt. Viele werfen das ja in einen Topf

01.11.2017 Kommentar von salla:

Phobophobikerin, die Angst davor, Panik zu bekommen und nicht flüchten zu können, ist doch DIE klassische Angst bei einer Panikstörung.
Von daher ist es echt normal, dass du diese Angst hast. Letztlich wirst du wohl nicht umher kommen, diese Angst auszuhalten. Der einzige Weg, dies nicht tun zu müssen, ist die OP abzusagen.
Das Aushalten der Angst ist ein Preis dafür, dass danach der Startschuss in ein neues Leben fällt. Das ist doch etwas ganz Großartiges, den im Gegensatz dazu kleinen Preis, wirst du doch ganz sicher zahlen können. Da bin ich mir sicher! Du hast doch schon ganz andere Sachen und Ängste durchgestanden.

14.01.2018 Kommentar von Phobophobikerin:

danke salla, das hast schön geschrieben :) Ich bin nur auch konfus, weil ich seit knapp 10 Jahren keine richtige Attacke mehr hatte und ich verhalte mich so, als hätte ich ne akute Panikstörung. Selbst vor der Magenspiegelung sass ich gutgelaunt im Wartezimmer. Ich nehm dann immer etwas mehr Beruhigungsmittel davor, aber das sind dann Sonderfälle, das mache ich vor der OP auch, aber nicht bei Angst vor der Angst die ich hier so in meinem Kämmerlein habe.

20.02.2018 Kommentar von Jedi:

Hallo Phobi :-),

meine Erfahrung: es ist gut für Dich, dass Du gemeisterte Hürden der Angst als Erfolge verbuchen kannst, trotz dem Wissen, dass dies wahrscheinlich nur dem Einsatz div. Medikamente zu verdanken ist. Viele können das selbst ohne den Einsatz von Medikamenten nicht ... also Erfolge auch so zu bewerten ...

Du hast schon einige gute Mechanismen, welche Dich tragen und dir bei Deiner Phobophobie helfen können ... das wird Dir auch bei der OP helfen .

02.04.2018 Kommentar von Phobophobikerin:

Hallo Jedi,

wenn die Medikamente gegen die Angst noch richtig wirken würden, dann hätte ich kein Problem, die sind mehr so eine psychologische Stütze. Denn wenn sie vollumfänglich wirken würden, dann bräuchte ich ja keine Angst zu haben und hätte die Beruhigung, dass die mich im KH mit ner Valiumspritze flachlegen.

Ich denke eher daran, dass die Benzos nicht gewirkt haben, ich in Panik gefangen war und mich letztendlich 6 Wochen aus der Klappse nicht raustraute .. da half auch kein Tavor.

Dann hoffe ich eher auf Mechanismen die mich da durch tragen. Ich hab dann auch die phobophobische Phase überwunden und alles gut gemeistert.

Welche Erfahrung haben Sie damit gemacht? Schreiben Sie uns.

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