Medikamente, Psychopharmaka gegen Angststörungen

Psychische Störungen

Erfahrungen und Infos zu den bei Angststörungen eingesetzten Medikamenten, Psychopharmaka.

Liste

Bei der Behandlung von Angststörungen kommen

zum Einsatz.

Schwere Angststörungen bei Heranwachsenden werden am besten mit Medikamenten und Verhaltenstherapie behandelt

20.10.2017 Kinder und Jugendliche mit schweren Angststörungen (Sozialphobie, Trennungsangst und Generalisierte A.) brauchen sowohl kognitive Verhaltenstherapie als auch Medikamente, um die besten Chancen auf Besserung zu erhalten, zeigt eine neue Analyse.

Eine frühere Studie mit 488 Jugendlichen im Alter zwischen sieben und 17 Jahren hatte gezeigt, dass kognitive Verhaltenstherapie (KVT), das Antidepressivum Sertralin (Zoloft) oder eine Kombination aus Medikament und Psychotherapie die Ergebnisse verbessern.

Generalisierte Angststörung, Trennungsangst u. Soziale Phobie

Allerdings zeigt ein genauerer Blick auf die Daten nun, dass nur die Kombination aus Sertralin und KVT bei den schwerwiegenderen Fällen von generalisierter und sozialer Angststörung (Soziale Phobie) und Trennungsangst wirksam ist laut den im Journal of Clinical Child & Adolescent Psychology veröffentlichten Ergebnissen.

Bei Heranwachsenden mit schweren Angstzuständen wurde unter der Kombinationstherapie die Remissionsrate deutlich erhöht (relatives Risiko [RR] = 2,85, p <.001), 95% Konfidenzintervall (CI) [1,51;5,39], während Kognitive Verhaltenstherapie (RR = 1,55, p =.20), 95% CI [0,77;3,10] und Sertralin allein (RR = 1,27, p =.53), 95% CI [0,59; 2,73] nicht signifikant die Wahrscheinlichkeit für Remission (Linderung der Symptome) im Vergleich zu Placebo erhöhte.

Gleich die Kombination einsetzen

Studienautor Eli Lebowitz, Assistenzprofessor für Psychologie und Psychiatrie an der Yale Universität schreibt dazu, dass es bei schweren Angststörungen sinnvoller sei, gleich beide Behandlungsformen einzusetzen.

Die Forschungsarbeit ergab auch, dass einige Untergruppen, wie Kinder und Jugendliche aus sozialökonomisch schwächeren Schichten, Heranwachsende mit sozialer Phobie und solche, bei denen ebenfalls Zwangsstörungen diagnostiziert wurden, resistenter gegen Behandlungen oder Kombinationen von Therapien waren.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Yale Universität; Journal of Clinical Child & Adolescent Psychology - DOI: 10.1080/15374416.2017.1371028; Okt. 2017

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