Angststörung, Angst u. Übergewicht, Adipositas

Psychische Störungen - Angststörungen

Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Angststörungen

07.03.2018 Angststörungen sind eine der häufigsten psychischen Störungen, und Frauen, insbesondere Frauen mittleren Alters, sind häufiger davon betroffen.

Obgleich starke Angst durch viele Faktoren verursacht werden kann, weist eine neue im Fachblatt Menopause veröffentlichte Studie auf einen Zusammenhang zwischen der Menge des abdominalen Fettes der Frau und einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer Angststörung hin.

übergewicht
Bild: Übergewicht?

Jeder kennt den Begriff des emotionalen oder Stress-Essens, der unter anderem zu einer dickeren Taille führen kann.

Taille-Größe-Verhältnis

In dieser Studie wurden die Daten von mehr als 5.580 lateinamerikanischen Frauen mittleren Alters (durchschnittliches Alter 50 Jahre) analysiert. Es wurde die Ursache-Wirkungs-Beziehung umgekehrt, um festzustellen, ob eine größere Menge Bauchfett (in diesem Fall definiert als Taille-Größe-Verhältnis) die Wahrscheinlichkeit einer Frau erhöhen könnte, starke Angst zu entwickeln.

Obwohl dies nicht das erste Mal ist, dass diese Beziehung untersucht wurde, ist diese Studie die erste ihrer Art, die das Verhältnis von Taille zu Größe als spezifische Verbindung zu Angsterkrankungen verwendete.

Das Verhältnis von Taille zu Größe hat sich als der Indikator erwiesen, der das kardiometabolische Risiko am besten einschätzt. Eine allgemeine Richtlinie ist, dass eine Frau als fettleibig bzw. adipös gilt, wenn ihre Taille mehr als die Hälfte ihrer Körpergröße misst.

58% der Studienpopulation war postmenopausal und 61,3% berichteten über Angstzustände.

Die Studie ergab, dass die Frauen im mittleren und oberen Drittel des Taillen-Größe-Verhältnisses signifikant häufiger Angststörungen hatten und die Frauen im oberen Drittel eher Anzeichen von Angst zeigten als die Frauen in den unteren zwei Dritteln.

Folge von Hormonveränderungen?

Ängstlichkeit ist ein Problem, weil sie mit Herzkrankheiten, Diabetes, Schilddrüsenproblemen, Atemwegserkrankungen und Drogenmissbrauch und anderen mediznischen Problemen verbunden worden ist. Die Forschung hat gezeigt, dass die Häufigkeit von Angstzuständen bei Frauen während des mittleren Lebens zunimmt, wahrscheinlich als Folge eines verminderten Östrogenspiegels, der eine neuroprotektive Rolle spielt.

Hormonveränderungen können sowohl bei der Entwicklung von Angstzuständen bzw. Angststörungen als auch bei abdominaler Adipositas eine Rolle spielen, da sie sowohl im Gehirn als auch bei der Fettverteilung eine Rolle spielen, schließen die Wissenschaftler.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Menopause - The North American Menopause Society;

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