Bipolare Störung bei Kindern

Psychische Störungen - Affektive Störungen

Diagnose bei Kindern

Experten glauben, dass die Symptome der bipolaren Störung in Kindheit oder Jugendalter beginnen und bei mindestens einem Drittel schon dort erscheinen. Jedoch kann es bei Patienten im Kindesalter schwierig sein, bipolare Symptome von jenen anderer Störungen zu unterscheiden.

Ein Bericht in der Mai 2007 Ausgabe des Harvard Mental Health Letters erörtert die Herausforderung, die auf Ärzte und Eltern bei der Diagnose der Störung zukommt.

Kinder, besonders kleine Kinder, zeigen den Zyklus der Erwachsenen von deutlichen Stimmungsepisoden von Manie und Depression normalerweise nicht.

Symptome ähnlich bei anderen Störungen

Auch treten viele Symptome, die sich bei der bipolaren Störung zeigen können, auch bei anderen Störungen in der Kindheit auf:

Ähnliche Symptome bei ADHS

Bipolare Störung bei Kindern ist besonders schwierig vom Aufmerksamkeitsdefizit Syndrom (ADHS) zu unterscheiden, da sie einige Symptome teilen:

Bis zu 30 Prozent der ursprünglich mit ADHS diagnostizierten Kindern erhält schließlich eine Diagnose von bipolarer Störung.

Stimmungsderegulation

Die Forschungsstudie sagt, dass einige mit bipolarer Störung diagnostizierte Kinder ein anderes Problem haben, bekannt unter: "schwerwiegende Stimmungsderegulation". Obwohl beide Bedingungen phasenweise Reizbarkeit und Hyperaktivität einschließen, unterscheiden sich die elektrischen Signale im Gehirn von Kindern mit schwerwiegender Stimmungsderegulierung von den Gehirnaktivitäten bei Kindern mit bipolarer Störung.

Es ist wichtig, diagnostizierte bipolare Störung zu behandeln. Bei Erwachsenen bedeutet es den Gebrauch von Stimmungsstabilisatoren, häufig Psychopharmaka in Kombination. Dieselben Psychopharmaka werden zunehmend bei Kindern verordnet.

Psychotherapie kann auch helfen laut den Autoren.

In den kommenden Jahren werden wir wahrscheinlich bessere Arten entwickeln, die Stimmungsprobleme von Kindern zu definieren.

Nichtsdestoweniger ist die bipolare Störung in der Kindheit eine ernstzunehmende, schwere Krankheit, die so früh wie möglich erkannt und behandelt werden sollte, sagte Dr. Michael Miller, Chefredakteur vom Harvard Mental Health Letter.
Quelle: Harvard Mental Health Letter - 2007

Bipolare Kinder achten auf andere Gesichtsmerkmale

Fokussierung auf verschiedene Gesichtsmerkmale

Kinder mit bipolarer Störung und einer ähnlichen Erkrankung - severe mood dysregulation (wortwörtlich übersetzt: schwerwiegende Stimmungsderegulierung) Affektive Dysregulation genannt - nehmen sich weniger Zeit, in die Augen zu sehen, beim Versuch Gesichtsmerkmale zu identifizieren verglichen mit Kindern ohne die diese psychischen Erkrankungen, sagen Forscher.

Dieser neue Studienbefund könnte erklären, warum Kinder mit bipolarer Störung und affektiver Dysregulation Schwierigkeiten haben, die emotionalen Ausdrücke von anderen Personen zu bestimmen, sagten die U.S. National Institute of Mental Health Forscher.

Die Wissenschaftler verfolgten die Augenbewegungen von Kindern mit und ohne diese psychischen Krankheiten, während sie Gesichter mit verschiedenen emotionalen Ausdrücken betrachteten, wie Gesichter mit glücklicher, trauriger, verängstigter und wütender Mimik. Generell verbrachten die Kinder mehr Zeit damit, die Augen anzusehen, das Gesichtsmerkmal mit den meisten emotionalen Informationen.

Fokus auf Nasen und Münder

Kinder mit bipolarer Störung und affektiver Dysregulation achteten weniger auf die Augen; dafür schauten sie mehr auf die Nasen und Münder der Gesichter.

Die Studie wurde diese Woche auf der Jahrestagung der Society for Neurosciences in San Diego vorgelegt.

In Verbindung mit anderen Studien zeigen unsere Befunde den potenziellen Wert von Behandlungsprogrammen, die Kinder lehren, wie man Emotionen durch das Schauen in die Augen von anderen identifizieren kann, sagte Studienautor Pilyoung Kim in einer Pressemitteilung.

Wenn solch eine Ausbildung Kindern hilft, die emotionalen Informationen ihrer Welt genauer zu verarbeiten, kann das wiederum ihre Fähigkeit steigern, ihre emotionalen Reaktionen auf soziale Situationen zu regulieren, fügte Kim hinzu.

Bei Meetings gezeigte Forschungsergebnisse sollten als vorläufig betrachtet werden, bis sie in einer medizinischen Zeitschrift herausgegeben wurden.
Quelle: U.S. National Institute of Mental Health, Nov. 2011

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