Bipolare Störung kann Lebenserwartung reduzieren

Psychische Störungen - Affektive Störungen

24.07.2013 Eine bipolare Störung kann großes Leid für die Menschen bedeuten, die darunter leiden, aber die Erkrankung kann auch einen hohen Zoll hinsichtlich der Lebenserwartung fordern.

Verkürzung der Lebenserwartung

Eine Studie fand heraus, dass die bipolare Störung die Wahrscheinlichkeit für einen vorzeitigen Tod erhöht. In dieser Studie analysierten Forscher Daten von mehr als 6,5 Millionen schwedischen Erwachsenen. Die Umfrage enthielt mehr als 6.600 Menschen mit bipolarer Störung (eine inzwischen weitverbreitete chronische psychische Erkrankung).

Laut der Studie starben Frauen und Männer mit bipolarer Störung im Durchschnitt 9 bzw. 8,5 Jahre früher als Menschen in der allgemeinen Bevölkerung.

Herzkrankheiten, Diabetes, COPD, Grippe, Krebs, Suizid

Bipolare Störung und Lebenserwartung

Personen mit bipolarer Störung hatten eine zweimal so große Wahrscheinlichkeit an (irgend)einer Krankheit zu sterben und hatten auch ein erhöhtes Sterblichkeitsrisiko durch Herzkrankheiten, Diabetes, COPD, Grippe oder Lungenentzündung, versehentliche Verletzungen und Suizid.

Frauen mit bipolarer Störung hatten auch ein höheres Risiko durch Krebs zu sterben.

Allerdings schien die rechtzeitige Diagnose von gesundheitlichen Problemen das Sterblichkeitsrisiko durch chronische Krankheiten bei Personen mit bipolarer Störung zu beschneiden, fügte das Team von Dr. Casey Crump von der Stanford Universität hinzu. Sie verlangten bessere primäre und präventive Krankenversorgung für diese Patienten.

Obwohl ein Zusammenhang zwischen bipolarer Störung und einem frühen Tod gefunden wurde, belegt die Studie jedoch keine Ursache-Wirkung-Beziehung.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Stanford Universität, Juli 2013

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