Borderline Störung:
Beruf, Selbstbild und Identität

Psychische Störungen - BPS

Identität

Der Aufbau einer stabilen Identität stellt eine Entwicklungsaufgabe in der Jugendzeit dar. Dies ist bei Menschen mit BPS aber nicht gelungen. Ein Mensch mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung weiß eigentlich nicht, wer oder was er ist (Identitätsdiffusion).

Er erlebt sich nicht als stabil über verschiedene Situationen hinweg.

Sein Selbstgefühl ist davon abhängig, mit wem er gerade zusammen ist und in welcher Situation er sich befindet. Deshalb verstärkt sich das chronische Gefühl der Leere, wenn er alleine ist, und er sich nicht einfach so verhalten kann, wie es von ihm erwartet wird.

Borderline und Selbstbild

Mangelndes Selbstwertgefühl, die Zweifel daran, liebenswert zu sein, und eine gestörte Selbstwahrnehmung verstärken das Gefühl der Minderwertigkeit. Hinzu kommen negative Erfahrungen im Beruf und in der Partnerschaft, die sich auf das Selbstbild ebenfalls negativ auswirken.

Eigene negative Eigenschaften können auch bei sich selbst nicht anerkannt und respektiert werden, sie sorgen für eine komplette Ablehnung der eigenen Person.

Wer keinen Wert für sich selbst hat, der sieht auch seinen Wert für den Partner nicht, so dass wiederum vorhandene Verlassenheitsängste (Trennungsangst) verstärkt werden.

Borderline und Beruf

Spaltung in Gut und Böse sowie impulsive Handlungen (Impulskontrollverlust) haben natürlich auch Folgen für Ausbildung und Beruf.

Ein neuer Job kann zuerst wahre Begeisterungsstürme auslösen, bei kleinster (oder auch nur eingebildeter) Kritik kann sich das Blatt wenden, Chef und Kollegen werden komplett abgewertet (wer nicht für einen ist, ist gegen einen), Fehltage häufen sich bis zur Kündigung.

Auch ständige Umzüge an andere Orte tragen dazu bei, dass der Lebenslauf eines Borderliners häufig wechselnde Tätigkeiten zeigt.

Welche Erfahrung haben Sie damit gemacht? Schreiben Sie uns.