Depression und rheumatoide Arthritis

Depressive Störung - Begleiterkrankungen

Rheumatoide Arthritis plus Depression

12.11.2012 Menschen mit rheumatoider Arthritis haben eine höhere Rate für Depression, was ihr Sterblichkeitsrisiko steigern kann laut einer neuen Studie.

Studie mit RA-Patienten

Die Forscher sahen sich 530 Patienten, durchschnittliches Alter 60, in Nord-Kalifornien an, die rheumatoide Arthritis, im Durchschnitt seit etwa 19 Jahren, hatten. Sie wurden auf depressive Symptome in 2002 oder 2003 untersucht und dann bis 2009 beobachtet. Während dieser Zeit starben 63 der Patienten.

Untersuchungsergebnisse

Allgemein, starben depressive Patienten zweimal so häufig wie jene ohne Depression. Das Sterblichkeitsrisiko unter depressiven Männern war zweimal so hoch wie das der depressiven Frauen.

Männer mit Depressionen hatten ein fünfmal höheres Risiko in dieser Zeit zu sterben als Frauen ohne Depression.

Sogar Männer und Frauen, die depressive Symptome zeigten, aber keine Depression hatten, starben wahrscheinlicher als jene ohne depressive Symptome, laut Patricia Katz, Professorin der Medizin- und Gesundheitspolitik an der University of California, San Francisco.

Rheumatoide Arthritis und Depressionen
Rheumatoide Arthritis und Depressionen
erhöhen Sterblichkeitsrate

Rheumatoide Arthritis

Rheumatoide Arthritis, verursacht Schmerzen, Schwellungen und Einbußen an Gelenkfunktionalität und betrifft ca.1,3 million US-Amerikaner (etwa 800.000 in Deutschland) und Frauen haben eine zweimal so hohe Wahrscheinlichkeit daran zu erkranken wie Männer.

RA ist etwas anders als altersgebundene Osteoarthritis.

Depression und depressive Symptome: Risikofaktor bei rheumatoider Arthritis

Katz sagte, dass die Befunde zeigen, dass Depression und depressive Symptome ein bedeutsamer Risikofaktor für den Tod bei rheumatoiden Arthritispatienten sind, obwohl sie nicht unbedingt Teil des Krankheitsverlaufs sind.

"Patienten müssen unterrichtet werden, dass sie Depressionen bei rheumatoider Arthritis berücksichtigen sollten, und sie ihrem Arzt von darüber erzählen sollten.

Rheumatologen und anderes Gesundheitspersonal müssen über das Problem von Depressionen im klinischen Setting unterrichtet werden", schloss Katz.

© PSYLEX.de - Quelle: Jährliche Tagung des American College of Rheumatology, Washington D.C., Nov. 2012

Verbindung zwischen Stimmung und Schmerz bei rheumatoider Arthritis

13.08.2015 Depressive Symptome bzw. die Stimmung sind verbunden mit den wahrgenommenen Schmerzen von Patienten mit rheumatoider Arthritis laut einer Studie der Pennsylvania State University.

Wirkung der momentanen Stimmung

Die Ergebnisse dieser Studie verbinden die augenblickliche positive oder negative Stimmung mit dem derzeitigen Schmerzen im täglichen Leben, sagte Studienleiterin Jennifer E. Graham-Engeland. "Wir haben einen Beleg dafür gefunden, dass die momentane Stimmung mit den Schwankungen bei Schmerzen und schmerzgebundenen Einschränkungen verbunden ist."

Dieser Zusammenhang wurde bei Personen mit rheumatischer Arthritis untersucht, kann sich aber auch auf andere Erkrankungen erstrecken.

arthritis

Die Untersuchung

Die Teilnehmer der Studie trugen mobile Geräte, über die sie fünfmal am Tag (7 Tage lang) die eigene Stimmung und ihre Schmerzen bewerteten.

Sie bewerteten Schmerzen, Schwellungen, Steife und arthritisgebundene Einschränkungen der täglichen Routinen und Aktivitäten.

Positive Stimmung

Die Studienergebnisse legen nahe, dass die positive Stimmung besonders wichtig zu sein scheint, sagten die Forscher in der Zeitschrift Annals of Behavioral Medicine.

"Mehrere unserer Analysen zeigen, dass die aktuelle positive Stimmung robuster als die negative Stimmung mit den momentanen Schmerzen zusammenhängt", sagte Graham-Engeland.

Die Forscher vermuten, dass Mehrkomponenten-Interventionen zur Anhebung der Stimmung als auch gegen die Depressionssymptome benötigt werden. Es sollten auch nicht-traditionelle Behandlungsmethoden als Zusatztherapien in pharmakologische Behandlungen integriert werden, um optimal die Schmerzen zu verringern und die schmerzgebundene Lebensqualität bei vielen Patienten mit rheumatoider Arthritis zu verbessern.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Pennsylvania State University, Annals of Behavioral Medicine; August 2015

Arthritis zusammen mit Angststörung und Depression

Depression oder Ängstlichkeit zeigen sich bei einem Drittel der US-Amerikaner mit Arthritis, die 45 oder älter sind, zeigt eine neue Studie.

Angststörung und Depression zeigen sich oft zusammen mit Arthritis

Die Forscher der U.S. Centers for Disease Control and Prevention fanden auch heraus: obwohl Ängstlichkeit fast zweimal so verbreitet ist wie Depression unter Menschen mit Arthritis, tendieren Ärzte dazu, sich mehr auf die Depression bei diesen Patienten zu konzentrieren.

Die Studie untersuchte fast 1.800 Personen mit Arthritis oder anderen rheumatischen Bedingungen, die an der CDC's Arthritis Conditions and Health Effects Erhebung teilnahmen. Unter den Teilnehmern berichteten 31 Prozent über Ängstlichkeit und 18 Prozent berichteten über Depression.

Ein Drittel der Patienten berichtete über mindestens eine der beiden Bedingungen und 84 Prozent der depressiven Teilnehmer hatten auch Angst. Nur die Hälfte derjenigen mit Angst oder Depression hatten psychologische Beratung oder Therapien im vorangegangenen Jahr aufgesucht laut der Studie, die in der 30. April Ausgabe der Zeitschrift Arthritis Care & Research herausgegeben worden war.

"Angesichts der hohen Prävalenz und der wirksamen Behandlungsmöglichkeiten, die verfügbar sind, schlagen wir vor, dass alle Personen mit Arthritis auch auf Angst, Angststörungen und Depression untersucht werden", sagte Dr. Louise Murphy vom Arthritis Programm der CDC in der Zeitschriftenpressemitteilung.

Bei so vielen Arthritispatienten, die keine psychologischen Behandlungen aufsuchen, vergeben Gesundheitsdienstleister eine Gelegenheit zur Intervention, die die Lebensqualität für Personen mit Arthritis verbessern könnte, fügte sie hinzu.

Allein in den Vereinigten Staaten gibt es 27 Millionen Menschen im Alter von 25 Jahren und älter, die Osteoarthritis und 1,3 Millionen Erwachsene, die eine andere Form von rheumatischer Arthritis haben, laut American College of Rheumatology.
Anm.: Die Relationen dürften in Deutschland ähnlich sein.
Quelle: Arthritis Care & Research. Mai 2012

Depressive Störungen und Angstzustände sind mit der Krankheitsaktivität bei früher rheumatoider Arthritis verbunden

18.06.2018 Die Ergebnisse einer auf dem Europäischen Jahreskongress für Rheumatologie (EULAR 2018) vorgestellt Studie, deuten darauf hin, dass Angst und Depression bei Patienten mit rheumatoider Arthritis mit den Messungen der Krankheitsaktivität im ersten Jahr nach der Diagnose zusammenhängen.

Die Studie umfasste Daten von 848 Patienten und die Ergebnisse zeigten deutliche Verringerungen der Ängstlichkeit von 19,0% auf 13,4% (p=0,004) und Depressivität von 12,2% auf 8,2% (p=0,01) ein Jahr nach der Diagnose mit rheumatoider Arthritis - dies entsprach dem beobachteten Rückgang der Krankheitsaktivität.

Krankheitsaktivität

Sowohl Depressionen als auch Angstzustände zeigten eine signifikante Verknüpfung mit den Werten der Krankheitsaktivität (DAS28) zu Studienbeginn, sechs Monate und 12 Monate später (p<0,0001).

Darüber hinaus korrelierte die Veränderung von DAS28 (final-baseline) auch signifikant mit der Veränderung der Depressions- und Angstwerte nach sechs Monaten und zwölf Monaten, schreiben Dr. George Fragoulis von der Universität Glasgow und Kollegen.

Weitere Faktoren

Bei der Betrachtung der Angstwerte wurden statistisch signifikante Zusammenhänge mit dem weiblichen Geschlecht, einem jüngeren Alter und dem Gesamtbewertungsergebnis (PGA) des Patienten bei Studienbeginn festgestellt.

Bei sechs und 12 Monaten wurden bedeutende Verbindungen zwischen Angstwerten und niedrigem Körpermassenindex (BMI), PGA und Angstwerten bei der Grundlinie beobachtet.

Im Hinblick auf Depressionen wurden signifikante Verknüpfungen mit PGA bei Studienbeginn gefunden. Nach sechs und 12 Monaten war der Depressionsscore deutlich mit PGA, C-reaktivem Protein (CRP) sowie Baseline-Depression- und Angst-Werten verbunden.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: EULAR 2018; http://dx.doi.org/10.1136/annrheumdis-2018-eular.7083

Arthritis und Depressionen treten bei älteren Menschen oft gemeinsam auf

19.09.2018 Arthritis ist bei Personen mit unterschiedlicher Depressionsschwere verbreitet laut einer im International Journal of Geriatric Psychiatry publizierten Studie.

In der Analyse der National Health and Nutrition Examination Umfrage mit Daten aus den Jahren 2011-2014 von US-Erwachsenen im Alter von 50 Jahren und älter, betrug die Prävalenz von Arthritis 55,0% bei leichten, 62,9% bei mittelschweren und 67,8% bei schweren Depressionen.

Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung des Screenings und der Behandlung von arthritisbedingten Schmerzen bei älteren Erwachsenen mit depressiven Symptomen.

Es ist also wichtig zu beachten, dass depressive Symptome und Arthritis bei älteren Erwachsenen miteinander verbunden sein können, schließen die Studienautoren.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: International Journal of Geriatric Psychiatry - dx.doi.org/10.1002/gps.4971

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