Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) und Depression

Depressive Störung - Komorbidität - Psychosomatik

Faktoren, die mit Depressionen bei Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen verbunden sind: Der Zusammenhang zwischen aktiver Krankheit und Verzerrungen in der neurokognitiven Verarbeitung

03.07.2019 Depressionen sind bei Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) häufig, aber die eigentlichen Ursachen für depressive Störungen in dieser Gruppe sind unbekannt.

In einer in Neurogastroenterology & Motility veröffentlichten Forschungsarbeit konnte Depression mit schwereren Symptomen von entzündlichen Darmkrankheiten in Verbindung gebracht werden, und eine weniger positive kognitive Verzerrung der emotionalen Wahrnehmung (eine verminderte Fähigkeit, grundlegende Emotionen bei anderen zu erkennen) war an dieser Verknüpfung beteiligt, schreiben die Studienautoren um Ben Wilkinson von der University of Exeter.

Die Ergebnisse weisen auf die Möglichkeit, dass psychologische Interventionen, die auf Verzerrungen bei der Wahrnehmung von Emotionen abzielen, genutzt werden können, um Depressionen bei Hochrisikopersonen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen zu behandeln oder sogar zu verhindern.

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Morbus Crohn Schübe

68 Studienteilnehmer hatten Morbus Crohn und 49 hatten Colitis ulcerosa. Von diesen hatten 35 eine aktive entzündliche Darmerkrankung und 26 eine Depression.

Diejenigen mit Depressionen waren eher

Mangelnde soziale Unterstützung und erhöhte Krankheitsaktivität waren unabhängig mit Depression verbunden. Einher ging eine weniger positive emotionale Wahrnehmungsverzerrung, die teilweise die Auswirkungen der Krankheitsaktivität auf die Depression beeinflusste, schreiben die Autoren.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Neurogastroenterology & Motility - https://dx.doi.org/10.1111/nmo.13647

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