Manische Depression

Psychische Krankheiten - Depressive Störungen

Definition

Der Begriff Manische Depression ist veraltet und wird heute von dem Begriff Bipolare Störung ersetzt. Auf dieser Seite bleibe ich aber bei diesem Fachbegriff, weil es viele Menschen gibt, die eher diesen Namen kennen.

Früher war diese psychische Krankheit auch unter dem Namen Zyklothymie bekannt. (dagegen zur Definition der Depression)

Symptome

Die manisch-depressive Erkrankung ist eine Unterkategorie der affektiven Störungen. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die Betroffenen sowohl wiederholt depressive Phasen mit:
  • niedergedrückter Stimmung,
  • vermindertem Antrieb,
  • Schlafstörungen,
  • Appetitlosigkeit mit Gewichtsverlust,
  • fehlendes Selbstbewusstsein,
  • Selbstvorwürfe,
  • Selbstmordgedanken usw.
  • manischer Stupor
  • als auch -zu anderen Zeiten- manische Phasen (Hochstimmung, stark gehobener Antrieb, Aggression, Reizbarkeit, kein Bedürfnis zu schlafen, Rededrang, meist keine Krankheitseinsicht, meist hemmungsloses und unkritisches Verhalten, gesteigerte Impulsivität und Spontanität, erhöhtes Selbstbewusstsein usw.) entwickeln.

    Ursachen und Verbreitung

    Häufig, aber nicht ausschließlich, treten solche Phasen nach äußeren Anlässen, wie z.B. Stress auf.

    Man hat bis heute keine monokausale Ursache für die bipolare Störung gefunden und schon gar nicht beweisen können.

    Zwillings- und Familienforschung deuten daraufhin, dass vielleicht eine kleine Komponente der Entstehung durch Vererbung erklärt werden könnte.

    Die Pharmaindustrie möchte natürlich glaubhaft machen, dass die bipolare Störung zum überwiegenden Teil durch biologische Faktoren zustande kommt. Doch die vorgelegten Studien zeigen keine grosse Beweiskraft dafür.

    Die manische Depression kann in jedem Alter entstehen (sich entwickeln). Die Häufigkeit und Dauer der einzelnen Phasen sind sehr unterschiedlich. Meist sind die manischen Phasen (siehe auch Manie) etwas kürzer als die depressiven. Mit fortschreitender Dauer werden die depressiven Phasen länger und die manischen kürzer. Ca. 1% der Deutschen bekommen die Diagnose manisch-depressive Erkrankung im Laufe ihres Lebens.

    Behandlung und Therapie

    Die Manische Depression wird oft allein mit Medikamenten, sogenannten Neuroleptika, Antidepressiva oder Antiepileptika behandelt. Darauf sollte sich so niemand einlassen. Wenn Medikamente eingesetzt werden, dann sollte auch immer Psychotherapie zum Zuge kommen, um die bipolare Störung und ihre Ursachen zu behandeln.

    Nach der Geburt: Depression wird oft bipolar

    Depressive Störung - Manische Depression

    Unter Depression leidende Frauen sollten nach der Geburt auf manische Symptome (Zeichen einer bipolaren Störung auch manische Depression genannt) überwacht werden, laut einer neuen in Bipolar Disorders erschienenen Studie.

    Folgen der Geburt

    Obwohl Schwangerschaft, die postpartale Phase und die Wechseljahre oft mit Stimmungsstörungen verbunden sind, hat die Geburt dramatischere Folgen, erklärte Dr. Verinder Sharma, Psychiater von der Schulich School of Medicine & Dentistry an der Western University in Canada.

    "Wir wissen, dass die Geburt ein starker und spezifischer Auslöser für Manie und Hypomanie ist. Wie wollten herausfinden, wie viele depressive Frauen unserer Studie eine bipolare Störung nach der Geburt bekommen", sagte Sharma.

    "Es war eine große Zahl." Die Studie fand heraus, dass die Zahl der depressiven Frauen, die nach der Geburt eine manische Depression bekamen etwa 11-18 höher war, als bei depressiven non-postpartum Frauen.

    Postpartale manische Depression

    "Wenn Sie sich die Literatur über postpartale psychische Erkrankungen ansehen, liegt ein Schwerpunkt auf der Entwicklung von postpartaler Depression; der bipolaren Störung wird nicht viel Aufmerksamkeit zugesprochen", sagte Sharma.

    Er bemerkte auch, dass manische Depressionen bei postpartalen Frauen nach der Geburt eher unbemerkt bleibt.

    "Wenn Ärzte und Pflegepersonal Frauen mit postpartaler Depression untersuchen, sollten sie sie auch hinsichtlich einer bipolaren Störung screenen. Dies hat wichtige Behandlungsauswirkungen, aber es gibt auch einige Sicherheitsaspekte. Manische Depression steht häufiger mit Suizid, und möglicherweise auch mit Kindstötung in Verbindung", sagte Sharma.

    Quelle: Schulich School of Medicine & Dentistry an der Western University, Nov. 2013

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    Weitere News und Forschung zur manischen Depression finden Sie auf der Seite bipolare Störung bzw. unter News/Forschung.

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