Sissi-Syndrom (SISI)

Sissi-Syndrom / SISI-Syndrom

Psychologie-Lexikon – Psychische Krankheiten

Definition

Definition: Mit dem Sissi-Syndrom bzw. SISI-Syndrom wird eine Form der Depression bezeichnet, bei der die Betroffenen ihre Depressivität durch Aktivität und Lebensfreude überspielen bzw. verbergen.

Es ist also eine Abart der Depression mit einer Umhüllung von (Über-)Aktivität. (dagegen die allgemeine Definition depressiver Störungen)

Symptome

Die Symptome des Syndroms sind

  • Unrast,
  • Sprunghaftigkeit und Hyperaktivität,
  • Härte sich selbst gegenüber und große Selbstkontrolle,
  • Zwang die Depression zu unterdrücken und rasche Stimmungswechsel.
  • Weiterhin sind anzutreffen Fasten und Körperkult,
  • Selbstbehandlungsversuche und
  • Selbstwertprobleme.

Das SISI-Syndrom wurde nach Sissi, der Kaiserin von Österreich / Königin von Ungarn (verschiedene Schreibweisen des Spitznamens), die dieses Krankheitsbild einer Depression gezeigt haben soll.

Das Sissi-Syndrom bzw. die Bezeichung ist aber heftig umstritten. Es gibt zwar solch ein Krankheitsbild bzw. die Symptome, aber es ist unklar, ob es eine Krankheit ist, ob es in der Nähe einer Depression oder einer Essstörung anzusiedeln ist.

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