Empfehlung: Keine routinemäßigen Untersuchungen auf Depression

Depressive Störung - Symptome und Diagnose

30.05.2013 Erwachsene, ohne sich bemerkbar machende Symptome einer Depression, wird eine routinemäßige Überprüfung in der Grundversorgung nicht empfohlen, nach den neuen Richtlinien der Canadian Task Force on Preventive Health Care (CTFPHC).

Mangelhafte Belege für Nutzen

Die CTFPHC weist auf den Mangel an (qualitativ hochwertigen ) Belegen hin, die es hinsichtlich des Nutzens und der Schäden durch die Überprüfung auf Depression in primären Vorsorgeuntersuchungseinrichtungen gibt.

Die neuen Richtlinien markieren einen Wechsel des Ansatzes der 2005 Richtlinien der Arbeitsgruppe, die damals noch empfahlen, Erwachsene in Grundversorgungseinrichtungen routinemäßig zu untersuchen.

"In der Abwesenheit eines demonstrierten Nutzens der Untersuchungen und der Berücksichtigung potentieller Gefahren empfehlen wir, nicht routinemäßig auf Depression in Vorsorgeuntersuchungseinrichtungen zu screenen, weder bei Erwachsenen mit durchschnittlichem Risiko noch bei jenen mit Merkmalen, die auf ein erhöhtes Risiko für Depression hinweisen könnten", schreibt Dr. Michael Joffres von der CTFPHC.

Die Empfehlungen gelten nicht für Personen mit bekannter Depression, mit Depressionen in ihrer Vergangenheit oder denjenigen, die aufgrund einer depressiven Störung in Behandlung sind.

Die Richtlinien sind:

Quelle: Canadian Task Force on Preventive Health Care, Mai 2013

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