Depression: Tests, Testdiagnostik

Depressive Störung - Symptome und Diagnose

Erster physiologischer Test auf Schizophrenie und Depression entwickelt

20.03.2017 Forscher haben einen neuen Weg über die Proteine in Nervenzellen gefunden, um Menschen mit Depression und Schizophrenie zu diagnostizieren.

NMDAR-Rezeptor-Signaling

Die Methode wird dabei helfen, Personen zu identifizieren, deren Depression oder Schizophrenie eine Anomalie in der Signalübertragung über einen Rezeptor namens NMDAR (N-Methyl-D-Aspartat) einschließt, und zwischen den beiden Erkrankungen zu unterscheiden. Zurzeit gibt es keine diagnostischen Tests, die zwischen den beiden Krankheiten differenzieren können.

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Bild: George Hodan

NMDA-Rezeptor Signaling kann bei Schizophrenen reduziert und bei Depressiven erhöht sein. Die Wissenschaftler hoffen, dass die Unterscheidung dieser spezifischen Formen dieser Erkrankungen zu früheren und genaueren Diagnosen sowie zu besseren Behandlungen führt.

Hormon Arginin-Vasopressin

Die Studienautoren infundierten Patienten mit einer Salzlösung in hoher Konzentration, um die Freisetzung des Hormons Arginin-Vasopressin (AVP) zu veranlassen, und maßen dann das Niveau des Hormons im Blut.

Zuvor hatten schon Tierstudien gezeigt, dass die Freisetzung von AVP als Reaktion auf die Salzlösung vom NMDA-Rezeptor-Siganling abhängt. In dieser Studie fanden sie, dass die AVP-Freisetzung zwischen Schizophrenie und Depression unterscheiden kann.

Depressive Patienten zeigten eine erhöhte Freisetzung des Hormons Arginin-Vasopressin, während Patienten mit Schizophrenie eine verringerte Reaktion zeigten.

Klinische Unterscheidung

Klinisch ist es schwierig, zwischen diesen zwei Krankheiten in ihren frühen Phasen zu unterscheiden, weil die Symptome nichtspezifisch und relativ leicht sind.

Dieser Hormontest kann auf einfache Weise Patienten mit der NMDA-Rezeptor-Funktionsstörung in jeder Störung unterscheiden und erkennen, schreiben die Forscher.

Die Studie erschien im Fachmagazin Experimental Physiology und war eine Zusammenarbeit der Universität Yale, The John B. Pierce Laboratory und dem VA Medical Center.

Studienautorin Handan Gunduz-Bruce sagte, das dies der erste objektive, physiologische Marker für zwei psychiatrische Erkrankungen ist, der, erst einmal völlig zu einem klinischen Test entwickelt, zu früheren und genaueren Diagnosen, und eine bessere Auswahl an passenden Medikamenten für die Patienten ermöglichen kann.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Universität Yale, Experimental Physiology - DOI: 10.1113/EP086212; März 2017

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