Kulturelle Aktivitäten gegen Depression

Psychische Störungen - Attention Restoration Theory

Regelmäßige kulturelle Aktivitäten können vor Depressivität im Alter schützen

24.12.2018 Regelmäßige Besuche von Kino, Theater, Museen etc. können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, im Alter depressiv zu werden laut einer im British Journal of Psychiatry veröffentlichten Studie.

Zusammenhang mit kulturellem Engagement

alter mann
Bild: pixabay

Daisy Fancourt von der psychologischen Fakultät des University College London und Kollegen fanden einen klaren Zusammenhang zwischen der Häufigkeit des "kulturellem Engagements" und der Wahrscheinlichkeit, dass jemand im Alter über 50 Jahre eine Depression entwickelt.

Das Ansehen von Filmen, Theaterstücken oder Ausstellungen alle paar Monate verringerte das Risiko für die Entwicklung von Depressionen um 32 Prozent, während Personen, die einmal im Monat oder öfter Kinos, Theater oder Museen aufsuchten, ein um 48 Prozent geringeres Risiko hatten.

Die Studie untersuchte die Daten von mehr als 2.000 Menschen über 50 Jahren, die an der langjährigen English Longitudinal Study of Ageing (10 Jahre Studiendauer) teilnahmen. Dazu gehörten Informationen darüber, wie oft das Theater, Konzerte oder Oper, das Kino, Kunstgalerien, Ausstellungen oder Museen besucht wurden.

Nutzen unabhängig von sozialen Aktivitäten

Auch nach Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Gesundheit und Wohlstand, Bildung und Bewegung blieben die Vorteile kultureller Aktivitäten deutlich. Diese Auswirkungen waren auch unabhängig davon, ob Menschen Kontakt zu Freunden und Familie hatten, oder ob sie an sozialen Aktivitäten wie Clubs und Vereinen teilnahmen.

Die Forscher glauben, dass die Stärke dieser kulturellen Aktivitäten in der Kombination von sozialer Interaktion, Kreativität, mentaler Stimulation und leichter körperlicher Aktivität liegt.

Solche kulturellen Aktivitäten allein können jedoch keine Depressionen behandeln, schließen die Psychologen.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: The British Journal of Psychiatry (2018). DOI: 10.1192/bjp.2018.267

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