Körperfett und Depression

Depressive Störungen - Ursachen/Risikofaktoren

Übermäßiges Körperfett erhöht das Risiko für eine Depression

30.08.2019 Zehn Kilogramm überschüssiges Körperfett erhöht das Risiko einer Depression um siebzehn Prozent. Je mehr Fett, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Depression entwickelt laut einer in Translational Psychiatry veröffentlichte Studie.

In der Studie haben die Forscher Daten von zwei großen genetischen Datensätzen analysiert: der UK Biobank, die Daten über die Korrelation zwischen genetischen Varianten und körperlichen Messwerten (einschließlich Körperfettmasse, die über Teile des Körpers verteilt ist) enthält, und dem Psychiatric Genomics Consortium, das Informationen über die Korrelation zwischen genetischen Varianten und Depressionen enthält.

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Bild: Rebecca Matthews

Um den Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Depression besser zu verstehen, führten die Wissenschaftler eine mendelsche Randomisierungsstudie über die Beziehung zwischen Fettmasse, fettfreier Masse, Körpergröße und Depression durch, wobei sie genomweite Assoziationsresultate der britischen Biobank (n = 332.000) und des Psychiatric Genomics Consortium (n = 480.000) verwendeten.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sowohl die Fettmasse als auch die Körpergröße (Kleinwuchs) ursächliche Risikofaktoren für Depressionen sind, während die fettfreie Masse es nicht ist.

Diese Ergebnisse stellen wichtige neue Erkenntnisse über die Rolle anthropometrischer Messwerte in der Ätiologie der Depression dar. Sie legen auch nahe, dass die Verringerung der Fettmasse das Risiko einer Depression verringern wird, was die Maßnahmen der öffentlichen Gesundheit zur Verringerung der Adipositasepidemie weiter unterstützt, schließen die Studienautoren um Maria S. Speed von der Aarhus Universität.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Translational Psychiatry - DOI: 10.1038/s41398-019-0516-4

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