Leben mit Großeltern: Depressionsrisiko bei Müttern

Depressive Störung - Ursachen/Risikofaktoren

14.04.2014 Wenn in einem Haushalt sowohl die Großeltern eines Kindes als auch dessen Eltern leben, kann dies das Risiko der Mutter anheben, innerhalb eines Jahres nach der Geburt eine Depression zu bekommen.

Forscher der Duke University in den USA untersuchten 3.000 verheiratete, allein- und in Lebensgemeinschaften lebende Mütter einer landesweiten repräsentativen Stichprobe, erfassten ihre Lebensumstände und ihre psychische Verfassung.

Es zeigte sich, dass verheiratete und allein erziehende Mütter in einem Multigenerationen-Haushalt ein höheres Depressionsrisiko innerhalb des ersten Lebensjahres ihres Babys hatten.

Jedoch waren Frauen weniger wahrscheinlich depressiv, die mit ihrem Partner und den Großeltern des Babys zusammenlebten, aber nicht verheiratet waren.

Im Journal of Family Issues schlägt die Studienautorin Joy Piontak vor, dass es durch ein Gefühl des Versagens verursacht sein könnte, wenn verheiratete Frauen die Notwendigkeit sehen, mit ihren Eltern zusammenleben zu müssen.

"Familien sind oft komplexer, als wir sie uns vorstellen. Und diese Komplexität kann das Wohlbefinden der Mütter beeinflussen", fügte sie hinzu.

Quelle: Duke University, April 2014

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