Essstörungen: Dissonanz-basierte Intervention

Psychische Störungen - Gestörtes Essverhalten

Dissonanz-basierte Therapie hilfreich

15.01.2017 Es sterben mehr Menschen in Folge von Essstörungen als durch jede andere psychiatrische Störung, und eine Psychologie-Professorin der Cornell-Universität zeigt in einer Pilot-Studie, wie Frauen mit Essstörungen deutlich ihre Symptome und das Sterblichkeitsrisiko reduzieren können.

Verbindung mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Prof. Melinda Green erforscht seit fast einem Jahrzehnt diese Erkrankung. In einer vorherigen Forschungsarbeit hat sie eine Verbindung zwischen Essstörungen und kardiovaskulären Krankheiten entdeckt.

Sie entdeckte Marker für das kardiovaskuläre Risiko, die sich durch Essstörungssymptome verschlechtern und durch Behandlung verbessern.


Bild: Vidmir Raic

In der aktuellen Studie behandelte das Psychologen-Team 47 Frauen mit klinischen und subklinischen Symptomen von Essstörungen mit einer Dissonanz-basierten Intervention. Essstörungssymptome, Body-Mass-Index und Herzrisiko-Biomarker wurden zu Beginn, nach der Behandlung und nach 2 Monaten Follow-up erfasst.

Hinterfragung der Schönheitsideale in den Medien

Die Therapie ermunterte Frauen dazu, Nachrichten aus den Medien zu kritisieren, in denen Frauen und Mädchen weisgemacht wurde, dass sie dünn sein müssen, um als schön erachtet zu werden, sagte Green.

Die Psychologen lehrten die Frauen und Mädchen auch die Bekämpfung von sozialen Botschaften mit dem Inhalt, dass ihr Wert von ihrer Erscheinung / vom Äußeren abhängig sei.

Die Ergebnisse des vierwöchigen Programms zeigen die Wichtigkeit dieses Behandlungstyps, sagte die Psychologin im Fachblatt Health Psychology.

Weniger Symptome, weniger Angst, weniger negative Emotionen

Die behandelten Frauen zeigten weniger Essstörungssymptome, weniger Angst und weniger negative Emotionen, sagte Green.

Sie zeigten eine höhere Selbstachtung und eine größere Zufriedenheit mit ihren Körpern. Sie idealisierten mit geringerer Wahrscheinlichkeit einen dünnen Körpertyp und setzten ihren Wert weniger wahrscheinlich in Bezug auf ihr Äußeres fest. Die Risikomarker für Herzerkrankungen sanken unmittelbar nach der Behandlung und nach 2 Monaten Follow-Up.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Cornell-Universität, Health Psychology; Jan. 2017

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