Spielsucht: Hilfe durch Dopamin D4 Hemmer?

Psychische Störungen: Impulskontrollverluststörungen

31.10.2013 Mit der Hilfe eines Rattenspielkasinos haben Forscher der Universität von British Columbia erfolgreich Verhaltensmuster bei Ratten reduziert, welches dem pathologischen Spielen bei Menschen ähnlich ist.

Dopamin D4 Rezeptoren

Die Studie zeigt als Erste, dass pathologisches Spielverhalten mit Medikamenten behandelt werden könnte, die die Dopamin D4-Rezeptoren blockieren.

D4-Rezeptoren kommen im Hippocampus, dem Frontallappen und der Amygdala vor und sie stehen mit einigen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen in Verbindung, u.a. mit Suchtverhalten.

"Weitere Forschungsarbeit ist erforderlich, aber die Befunde lassen hoffen auf eine neue Behandlungsmethode, pathologisches Spielen zu behandeln, das ein immer größeres gesellschaftliches Problem wird", sagt Psychologe Paul Cocker, führender Autor der Studie. "Diese Studie bringt etwas Licht in die Prozesse, die sich bei Spielsucht im Gehirn abspielen."

Spielsucht: Hilfe durch Dopamin D4 Hemmer?

Spielen um Zuckerkügelchen

Für die Studie spielten Ratten mit Hilfe eines Automaten, der einer Slot-Machine ähnelte, um Zuckerkügelchen.

Der Automat war mit drei Blinklichtern und zwei Hebeln ausgestattet, die sie mit ihren Pfoten drücken konnten. Die Ratten zeigten mehrere Verhaltensweisen, die mit problematischem Spielen verbunden sind, wie etwa die Tendenz, "near miss" (knapp daneben) Resultate, ähnlich wie Gewinne anzusehen.

D4-Hemmung reduzierte problematisches Spielverhalten

Auf frühere Forschungen aufbauend, richtete das Team seine Konzentration auf den Dopamin D4 Rezeptor, der mit einigen Verhaltensstörungen verbunden ist, aber sich nie in Behandlungen als hilfreich erwiesen hatte. Die Studie fand heraus, dass mit einem Dopamin-D4-Blocker behandelte Ratten ein reduziertes (pathologisches Spiel-) Verhalten zeigten.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Universität British Columbia, Okt. 2013

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