Bibliomanie

Psychologie-Lexikon - Manien

Definition

Definition: Eine Bibliomanie bezeichnet eine Bücher-Monomanie, d.h. der Bibliomaniker ist besessen von Büchern. Seine pathologische Obsession ist das Buch. Das Gegenteil wäre bibliophob, also Angst vor Büchern habend, siehe unter Bibliophobie.
Es läuft bei diesem Maniker meist auf die Obsession hinaus, Bücher krankhaft zu sammeln bzw. zu horten.

Weitere pathologische Krankheitsbilder in Bezug auf Bücher wären, z.B.: der Biblioklast (mit der Obsession, Bücher zu vernichten), der Bibliokleptoman (Obsession Bücher zu stehlen, siehe auch pathologisches Stehlen oder Kleptomanie) und der Bibliopath, den Bücher krank machen, siehe dazu auch den Bibliophobiker.

Damen Conversations Lexikon, 1834: Bibliomanie oder Bücherwuth ist die Sucht, Bücher zu kaufen. Gewöhnlich ist diese Sucht nicht auf Bücher ohne Unterschied gerichtet, sondern mit einer Liebhaberei verbunden.

Während der eine Biblioman solche Bücher kauft, welche in den Händen berühmter Männer gewesen sind, kauft ein anderer nur solche, die durch ihre Schicksale merkwürdig geworden; ein dritter sammelt alle Bibelausgaben, ein vierter die ältesten Drucke u. s. w.

Wenn in Deutschland diese Bibliomanie seltener gefunden wird, so ist sie desto häufiger in England, wo zuweilen Bücher, die durch einen zufälligen Umstand merkwürdig geworden sind, als dadurch, dass ein berühmter Mann seinen Namen hinein geschrieben hat, zu ungeheuern Preisen verkauft werden.

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