Monomanie

Psychologie-Lexikon - Manien

Definition

Definition: Monomanie bezeichnet eine einzelne (auf ein bestimmtes Gebiet begrenzte) Wahnstörung; anders ausgedrückt: übersteigerte, krankhafte fixe Ideen, bei einer ansonsten gesunden Psyche. Obwohl der Begriff inzwischen veraltet ist, und diese Manien anders 'untergebracht' sind (vor allem bei den Impulskontrollstörungen) sind einige Monomanien immer noch fest verankert im Sprachgebrauch, z.B. Kleptomanie (Monomanie des Diebstahls) oder Pyromanie (Monomanie des Feuerlegens) zu finden.

Kirchner, Friedrich / Michaëlis, Carl: Wörterbuch der Philosophischen Grundbegriffe. 1907: Monomanie (Neubild, von gr. monos = allein und mania = Wahnsinn) heißt diejenige Art von Wahnsinn, welche sich bei scheinbarer Unverletztheit der übrigen Geistesvermögen durch Festhalten einer bestimmten widersinnigen Idee oder durch fortdauernden einseitigen Trieb, verkehrte oder verbrecherische Handlungen zu begehn, äußert. Beispiele sind die Mord-, Stehl-, Brand-, Selbstmordsmonomanie. Doch wird oft moralische Verkehrtheit mit psychischer Krankheit verwechselt. Vergleiche Geisteskrankheiten.

Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911: Monomanie (grch.), Bezeichnung für gewisse krankhafte Triebe, die als selbständige psychische Affektionen aufgefaßt wurden (Kleptomanie, Pyromanie, Mordmanie u.a.); sie sind jetzt als Symptome einer allgemeinen psychischen Erkrankung erwiesen.

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