Nymphomanie

Psychologie-Lexikon - Manien

Definition

Definition: Nymphomanie ist eine Monomanie bzw. Manie, bei der die betroffende Frau ein krankhaft gesteigertes Sexualbedürfnis hat, das sie mit möglichst vielen wechselnden Partnern befriedigen muss.

Die Kodierung erfolgt im ICD-10 über F52.7.

Synonym für die (in der Wissenschaft veraltete) Bezeichnung Nymphomanie werden die Begriffe Klitoromanie (Unterschied s.u.), Andromanie, Mannstollheit oder auch Metromanie benutzt. Geschlechtsneutral wird der Begriff Erotomanie benutzt; in Bezug auf Männer spricht man von Satyriasis oder Donjuanismus.
Definitionen:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911: Nymphomanie (grch.), Andromanie, Mannstollheit, unnatürlich gesteigertes Verlangen nach Geschlechtsgenuß bei Frauen.

Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908: Nymphomanie (griech., Mutterwut, Mannstollheit, Andromanie), ein durch ausartenden Geschlechtstrieb veranlaßter übermäßiger, krankhaft gesteigerter Drang zum Beischlaf beim weiblichen Geschlecht. Der analoge Zustand beim Mann wird Satyriasis genannt. Beide unterscheiden sich von der Erotomanie dadurch, dass bei letzterer der geistige Organismus, das schwärmerische Phantasieleben ohne Steigerung des körperlichen Geschlechtstriebes erregt ist. Die Nymphomanie begleitet gewisse Formen der Geisteskrankheiten (Manie), ist also als ein Symptom derselben anzusehen, und demnach richtet sich der Verlauf der Nymphomanie und ihre Behandlung nach dem Grundleiden.

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