Gehirnalterung unter Psychose

Psychische Störungen

Normale Muster der Gehirnalterung treten bei Psychotikern schneller auf

09.02.2019 Psychotiker zeigen eine schneller einsetzende Gehirnalterung für zweier Netzwerke im Gehirn, die für die allgemeine Kognition wichtig sind: im frontoparietalen Netzwerk (FPN) und dem cingulo-opercularen Netzwerk (CON) - laut einer in Biological Psychiatry publizierten Forschungsarbeit.

Die Effizienz des FPN-Netzwerks zeigte sich während der frühen Psychose normal, war aber bei chronisch psychotisch Erkrankten verringert, was darauf hindeutet, dass der Rückgang nach Beginn der Krankheit eintritt.

Normale Hirnalterung, aber beschleunigt

Faltung des Gehirns

Die Ergebnisse unterstützen die Annahme, dass eine Intervention zur Stärkung dieser Gehirnnetzwerke nach frühen Anzeichen einer Psychose Patienten helfen kann, später im Leben bessere funktionelle Ergebnisse zu erzielen.

Die Kommunikation innerhalb der FPN- und CON-Netzwerke zeigt die frühesten Anzeichen eines Rückgangs beim normalen Altern, so dass die neuen Ergebnisse darauf hindeuten, dass Menschen mit Psychose normale Muster des Alterns im Gehirn aufweisen, aber mit beschleunigter Geschwindigkeit.

Raschere Gehirnalterung von FPN und CON bei schizophrenen und bipolaren Patienten

In der Studie verglichen Julia M. Sheffield von der Vanderbilt Universität und Kollegen mit Hilfe von Hirnbildgebung die Konnektivität zwischen den Gehirnregionen - ein Maß dafür, wie effizient die Regionen kommunizieren - bei 240 Patienten mit psychotischen Störungen (einschließlich Schizophrenie und psychotischer bipolarer Störung) und 178 gesunden Kontrollen.

Das vorzeitige "Altern" bzw. die Degeneration von kortikalen Netzwerken des Gehirns wurde bereits in früheren Studien im Zusammenhang mit Schizophrenie dokumentiert.

Die Feststellung, dass der Rückgang der Netzwerkeffizienz nach Krankheitsbeginn zu beginnen scheint, ist besonders wichtig für die Möglichkeit, diese Entwicklung durch eine Behandlung zu verhindern.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Biological Psychiatry - https://dx.doi.org/10.1016/j.biopsych.2018.12.016

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