Kloß im Hals (Psyche, Psychosomatik)

Psychosomatik / Somatopsychologie

Globus pharyngis, Globussyndrom, Globusgefühl

Globus Pharyngis (auch bekannt als Globussyndrom, Globusgefühl, etwas veraltet Globus Hystericus, gemeinhin als "Kloß oder Kloßgefühl im Hals" bezeichnet), ist die anhaltende Empfindung von Phlegm, einer Pille oder einer anderen Form von Obstruktion im Hals, auch wenn es keine gibt, wie z.B. bei psychischen bzw. psychosomatischen Ursachen.

Es kann normal geschluckt werden, es ist also kein tatsächlicher Fall von Dysphagie (Schluckstörung), aber es kann ziemlich irritierend werden. Man kann auch leichte Brustschmerzen oder sogar schwere Schmerzen mit einem Klickgefühl beim Schlucken fühlen.

Die Empfindung kann z.B. nach dem Konsum von heißen Speisen oder Getränken, oder auch ganz plötzlich 'aus dem Nichts' auftreten.

Symptome, die oft zusammen mit dem Engegefühl im Hals auftreten, sind: Angst, Panik, Herzklopfen, Herzrasen, Hyperventilation.

Mögliche Ursachen

Der "Kloß im Hals" wird oft durch eine Entzündung eines oder mehrerer Teile des Halses, wie dem Kehlkopf oder Hypopharynx, durch einen kricopharyngealen Krampf, gastroösophagealen Reflux (GERD), laryngopharyngealen Reflux oder Schilddrüsenvergrößerung verursacht.

In vielen Fällen ist die Ursache unbekannt und Symptome können einer psychogenen Ursache zugeschrieben werden, d.h. einer somatoformen oder Angststörung.

Das "Zuschnüren der Kehle" ist auch als Symptom der Depression bekannt, welches auf eine antidepressive Behandlung anspricht.

Die Ergebnisse jüngster Studien haben darauf hingewiesen, dass GERD eine Hauptursache für Globus Pharyngis sein kann.

In der Psychoanalyse wird das Globussyndrom auch mit dem Namen 'Globus hystericus' belegt; die Psychoanalytiker glauben, das Engegefühl im Hals deute auf einen (sexuellen) Konflikt; sie kategorisieren es als hysterisches bzw. Konversionssymptom.

Das Kloßgefühl im Hals tritt oftmals auch bei großem Stress bzw. Burnout - also psychosomatisch - auf; Betroffene berichten, der Kloß beunruhige sie meist einen oder mehrere Tage und je nach psychischer Belastung sogar für mehrere Monate.

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