Psychogene Störung / Erkrankung

Psyche und Körper

Definition

Psychogene Störungen/Krankheiten sind körperliche Erkrankungen, die aus emotionalen oder mentalen Belastungen herrühren.

In den meisten Fällen konnte eine strukturelle oder anatomische Anomalie nicht identifiziert werden, wie sie normalerweise bei einer organischen Krankheit festzustellen ist, aber dies gilt nicht für mögliche genetische, biochemische, elektrophysiologische und andere Anomalien, die vorhanden sein können, die wir aber haben nicht identifizieren können, aufgrund fehlender Technologie oder fehlenden Wissens.

Psychogenes Fieber

Psychogenes Fieber ist eine der häufigsten psychosomatischen Erkrankungen und tritt in der Regel während eines psychopathologischen Prozesses auf. Patienten mit psychogenen Fieber haben in psychisch belastenden Situationen akute oder anhaltende Körpertemperatur über dem Normalbereich. Trotz zahlreicher Fallberichte zu psychogenem Fieber, gibt es nur wenige epidemiologische Studien. Mehr zum psychogenen Fieber.

Liste

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Behandlung von psychogenen nicht-epileptischen Anfällen

22.07.2014 Kognitive Verhaltenstherapie scheint die Anfälle bei Personen mit psychogenen nicht-epileptischen Anfällen (PNEA - eine somatoforme bzw. dissoziative Störung) deutlicher zu reduzieren als das Antidepressivum Sertralin.

Kognitive Verhaltenstherapie vs. Sertralin

Die Studie von W. Curt LaFrance, Direktor der Neuropsychiatrie und Verhaltensneurologie vom Rhode Island Krankenhaus, wurde in JAMA Psychiatry herausgegeben.

"Psychogene nicht-epileptische Anfälle sind viel weiter verbreitet als die meisten wissen; tatsächlich sind sie in etwa so verbreitet wie Multiple Sklerose", sagt LaFrance.

Die PNEA ist eine Konversionsstörung und wird im DSM zu den somatoformen Störungen, und im ICD-10 zu den dissoziativen Störungen gezählt.

Symptome

"Patienten mit PNEA leiden oft an wiederkehrenden Anfällen - wie auch unter Depression, Angst und anderen Verhaltens- und sozialen Problemen - oftmals so sehr, dass ihre Lebensqualität schwerwiegend beeinträchtigt ist."

In dieser - an mehreren Standorten mit verschiedenen Behandlungsformen ausgeführten - randomisierten Studie (die erste ihrer Art), konnte gezeigt werden, dass kognitive Verhaltenstherapie nicht nur die Anzahl der Anfälle reduzierte, sondern auch die Häufigkeit und den Schweregrad komorbider Symptome.

Behandlung von psychogenen nicht-epileptischen Anfällen
Bild: Gerd Altmann

Vergleich vierer Behandlungsformen

In der Studie maßen die Forscher die Auswirkungen von vier Behandlungsformen:

  1. Alleinige Verabreichung von Sertralin;
  2. nur kognitive Verhaltenstherapie;
  3. kognitive Verhaltenstherapie plus das Medikament Sertralin oder
  4. die normale standardisierte Krankenversorgung / Behandlung.

Verglichen wurden die Ergebnisse bei:

Ergebnisse

Den Patienten werden einfach zu oft Medikamente ohne die dringend benötigte Psychotherapie verschrieben, sagte LaFrance.

"Tatsächlich werden auch viele Patienten fehldiagnostiziert und bekommen deshalb antiepileptische Medikamente verschrieben, die die psychogenen nicht-epileptischen Anfälle verschlimmern können. Aber wir konnten feststellen, dass die kognitive Verhaltenstherapie allein, Angst, Depression und die Anfälle sehr viel wirksamer als Sertralin allein oder die Standardkrankenversorgung reduzieren kann."

"Diese Therapie fokussiert sich auf die häufigsten Probleme der Patienten mit Anfällen. Diese Studie zeigt, dass die gegenwärtigen Maßnahmen bei den psychogenen Anfällen (Sertralin oder Standard) nicht ausreichend sind. Wir müssen die Art, wie wir die nicht-epileptischen Anfälle behandeln, ändern, und jetzt haben wir eine Methode dafür gefunden."

Er führte weiter aus, dass weitere Forschungsbemühungen benötigt werden, um Konversionsstörungen besser zu verstehen, aber dies ist ein wichtiger deutlicher Schritt, um geeignetere und wirkungsvollere Behandlungen für psychogene nicht-epileptische Anfälle zur Verfügung stellen zu können".

© PSYLEX.de - Quelle: JAMA Psychiatry / Rhode Island Krankenhaus, Juli 2014

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