Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und Herzinfarkt

Warum PTBS die Gefahr für Herzinfarkt, Schlaganfall vergrößert

01.04.2016 Eine in der Zeitschrift Journal of the American Heart Association veröffentlichte Studie der University of California (San Francisco) stellte bei Kriegsteilnehmern mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) eine Verbindung mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Probleme fest.

Gesundheit der Blutgefäße

Traditionelle Risikofaktoren wie hoher Blutdruck, Zuckerkrankheit, hohes Cholesterin und Rauchen können nicht gänzlich erklären, warum Personen mit PTBS ein größeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Unsere Studie legt nahe, dass chronischer Stress die Gesundheit der Blutgefäße direkt beeinträchtigen kann, sagte Studienautorin Marlene Grenon.

herzprobleme

Für die Studie verwendeten die Forscher einen Standardtest - bekannt als Flussvermittelte Dilatation (FMD), um zu messen, wie gut sich eine Arterie im Arm entspannt und sich als Reaktion auf das Quetschen durch eine Blutdruck-Manschette erweitert.

Sie verglichen die FMD-Werte von 67 Veteranen (durchschnittliches Alter 68, 99% Männer) mit PTBS und 147 Veteranen (durchschnittliches Alter 69, 91% Männer) ohne PTBS. Posttraumatische Belastungsstörung wurde definiert als 40 Punkte oder mehr auf der PTBS-Symptomcheckliste.

Schlechtere Dilatation der Blutgefäße

Die Ergebnisse zeigten, dass Veteranen mit PTBS deutlich niedrigere FMD-Werte hatten; d. h. ihre Blutgefäße weiteten sich nur 5,8 Prozent im Vergleich zu 7,5 Prozent bei den Veteranen ohne PTBS, was eine weniger gesunde Reaktion ihrer Blutgefäße und ein größeres Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle anzeigte.

Während die Studie nur Veteranen einschloss, kann PTBS auch bei Nicht-Veteranen infolge furchteinflößender Ereignisse, wie Krieg, Naturkatastrophen, sexuellen Übergriffen und anderen Formen physischer Gewalt, oder Traumata auftreten.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: University of California, Journal of the American Heart Association; März 2016

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