Schizophrenie: Erfahrungen, Erfahrungsberichte

Zelltransplantation bei schizophrenie

Erfahrungen, Kommentare zum Thema Zelltransplantation: neue Behandlung bei Schizophrenie?

13.11.2014 - Kommentar von mathelm:

Frage: wo gibt es, möglichst in Deutschland, Praxis oder Forschung zu diesem Thema?

therapie und behandlung von schizophrenie

Erfahrungen, Kommentare zum Thema Therapie und Behandlung

05.08.2015 Kommentar von brizz:

hallo!
ich habe mich hier heute schon öfter geäußert, wollte aber nochmal allgemein zum thema was sagen: bin 49, weiblich und im sommer 2005 als schizophren mit liebes- und beziehungswahn diagnostiziert worden und nehme seitdem regelmäßig neuroleptika.

in den ersten jahren nach der diagnose war ich eigentlich überhaupt nicht reflektiert oder krankheitseinsichtig. ich habe mich immer auf dem argument ausgeruht, dass nicht ich ein problem habe, sondern mein damaliger freund und jetziger mann probleme mit übertriebener eifersucht in unsere beziehung eingebracht hat: deswegen gab es jahrelang täglichen beziehungsstress und das schwierigste war für mich, erkennen zu müssen, dass ich meiner eigenen wahrnehmung nicht trauen konnte. das habe ich dann erst vor kurzer zeit darauf eingegrenzt, nicht meiner wahrnehmung in bezug auf mein verhalten anderen männern gegenüber zu vertrauen, also meinen spezifischen wahninhalten gegenüber. ansonsten mache ich mich selbst wieder stärker, wenn es um ganz andere themen geht, wie z.b. unsere kindererziehung und lerne dort selbstvertrauen, was mir auch wichtig ist.

seit etwa 5 jahren geht es mir psychisch zunehmend besser, was ich aber vor allem daran festmache: leider meiner sozialen isolation (mein liebeswahn bezieht sich auf viele, alle möglichen männer, weshalb ich kontakte- Blickkontakte und gespräche- mit männern vermeiden muss und auch will), dann ist es sehr gut für mich in einem stabilen sozialen und emotionalem umfeld zu leben (mehrgenerationen-zuhause mit meinen kindern, mann und eltern) und ich profitiere sehr davon, von einer heilpraktikerin energetisch behandelt zu werden. bin dadurch täglich aktiv als mama, partnerin und hausfrau und im internet als neugierige persönlichkeit.

meinem mann, den ich erst 2003 kennengelernt habe, habe ich mein jetziges wohlgefühl und gutes leben mit viel liebe geben und bekommen können(vielleicht gerade, weil er mir anfangs das leben schwer gemacht hat) am meisten zu verdanken.

vorher war ich seit meiner pubertät zunehmend manisch-depressiv, mit immer länger werdenden depressiven phasen, habe stets meine psychosen (bei mir meine"verliebtheiten") gesucht, konnte aber irgendwann nicht mehr mit den menschen, aber auch nicht ohne diesen leben und war dabei am leben zu scheitern.

also ich rate allen schizophren-diagnostizierten, erstmal die eigene wahrnehmung im spezifischem wahnfeld zu hinterfragen (am besten mithilfe von guten freunden oder geschulten psychotherapeuten (dann ist es leichter einen angemessenen umgang mit den eigenen wahninhalten zu bekommen), ein stabiles soziales und emotionales umfeld (was vielleicht das schwierigste ist) und, vor allem wenn neuroleptika genommen werden, eine energetische heilpraktische behandlung (ich habe akkupunktmassage nach penzel bekommen)
liebe grüße von mir und euch alles gute zur möglichen gesundung!!!

Schizophrenie hat viele Faktoren

01.04.2016 Kommentar von Konrad:

Vor 11 Jahren brach bei mir eine schwere Schizophrenie aus. 3 Jahre lang stand ich unter Zyprexa. Doch ich hatte mich fuer ein Leben ohne Drogen entschieden und habe nach 3 Jahren das Olanzapin abgesetzt und mit Ernährungsumstellung war es dann auch möglich die Krisen zu ertragen. noch während der nächsten 3 Jahre hatte ich 90% des Tages heftige Krisen.

Denn während der Zeit der medikamentösen Behandlung würde ja die Ursache nicht behoben, so dass mein Nervensystem weiter degenerierte und ich einer negativen Symptomatik unterlag. Das Ausschliessungsprinzip, auf alles zu verzichten von dem ich irgendwie gehoert habe das es einen negativen Effekt auf meinen Organismus haben kann hat mir viele faktoren aufgezeigt die bei der Entstehenung der Schizophrenie beteiligt waren.

Zudem bin ich meinen Ängsten in meinen krisen begegnet, habe die schübe nicht mehr als negativ angeschaut sondern der Versuch meines Organismuses sich selbst weider herzustellen. Und siehe mit jeder angst der ich begegnete, hat sich etwas mehr eröffnet und so wurde ich immer stabiler.

Ich litt unter schwerem Vitamin B12 Mangel, hatte eine invasive besiedlung von Pilzen im darm, deren Toxine einerseits meine schilddrüse schwächten und andererseits mein Nervensystem angriffen und so direkt fremdemotionen und fremdgedanken erzeugten. Dies habe ich herausgefunden als ich einmal eine Antipilzmedikation einnahm. Schon nach der ersten einnahme sind alle restsymptome wie fremdgedanken, fremdemotionen, gedankennebel, konzentrationsstörungen und drepressionen komplett verschwunden. es war eindrücklich. Eine Stuhltransplantation und bioresaonanztherapie um die schäden die mlich angerichtet hat in meinem Verdauungssystem wieder rückgängig zu machen, hat meine Darmflora wieder stabilisiert so dass ich heute keine Schübe mehr habe.

Auch litt ich an einer chronishcen Quecksilbervergiftung die ich mit DMSA nach der Einnahme von Andrew Cutler Protokoll ausleitete.

Regelmässig habe ich Sauna besucht und bin geschwommen und gerannt. Die aktiverung des Blutkreislaufes hilft bei der Mobilisierung und ausscheidung von Problemstoffen.

Ich habe dies alles in eigener Verantwortung und eigener Motivation gemacht. Hatte keine Betreuung in anspruch genommen. Denn es gab ja niemanden in meiner Umgebung der Erfolgreich meine schwere der Schizophrenie zu heilen imstande war.

Sicher hat bei meiner selbsttherapie geholfen dass ich als Chemielaborant in dem Labor die Lehre gemacht habe wo das Clozapin mitentwickelt wurde. Ich war in der Schizophrenie und Antidepressiva Forschung tätig. Ich empfehle nicht jedem zu tun was ich tat ohne die hilfe eines erfahrenen.

Ich dachte dass Sie daran interessiert sind zu wissen dass es wirkliche Heilung gibt von Schizophrenie und dass es nach meiner erfahrung in erster linie durch fehlernährung schwermetalle, engleisung der darmflora(mikrobioms) und damit verbundenen entstehenden Vitalstoffdefizite auf körperlicher ebene und ängsten auf geistiger ebene ausgelöst wird.

Degenerative schäden am Nervengewebe regenerieren wieder ernährt man sich vollkommen Roh von säften grünen smoothies, wildpflanzen, weizengrassaft, und was es sonst noch alles gibt das uns mit reichlich vitalstoffen versorgt. doch dieser schritt ist für manche nicht möglich und sollte erst in betracht gezogen werden wenn das der wunsch des patienten ist oder sonst nichts mehr geht.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und bedanke mich für Ihre Aufklärungsarbeit über Pillen in der Psychiatrie.

Mit feundlichen Grüssen

Konrad

Erfahrungsbericht zur Stigmatisierung

Erfahrungen, Kommentare zum Thema Stigmatisierung

06.09.2016 Kommentar von cubus666:

da ich selbst an einer sogenannten schizoaffektiven psychose leide kann ich die stigmatisierung von erkrankten menschen sehr gut nachvollziehen. ich mußte selbst einmal für längere zeit in einer psychiatrischen klinik verbringen und wußte nicht wie ich dies meinen freunden und bekannte beibringen sollte. schließlich entschloß ich die wahrheit zu sagen und die folgen waren für mich katastrophal. alle meine freunde und bekannten zogen sich augenblicklich von mir zurück. auf anrufe und sms sowie email wurde nicht mehr reagiert und das im 21. jahrhundert wo man vermuten könnte, daß die menschen schon etwas mehr informiert über diese erkrankung sind. auch verspürte ich in meinen dunkelsten stunden oder tagen wenn die psychose voll durchbrach nicht die geringste neigung irgend jemanden ein leid zuzufügen geschweige denn eine gewalttat zu begehen.
ich hoffe ich konnt ein wegig zu diesem thema beitragen

Weitere Meinungen, Kommentare, Fragen

22.11.2017 Kommentar von katze:

Ich hab mal etwas recherchiert und zusammengefasst; stimmt das in etwa so?

Ganz gleich um welchen Kulturkreis es sich auch handelt - etwa ein Prozent der Bevölkerung erleidet im Laufe des Lebens eine schizophrene Phase. Dabei sind Männer und Frauen gleichermaßen betroffen.

Was in den Köpfen von schizophrenen Menschen vor sich geht, ist für den gesunden Menschenverstand nicht nachvollziehbar. Diese Menschen erscheinen dem Gesunden als völlig verwirrt und unheimlich. Sie leiden an einer Störung im Gehirn, die Veränderungen ihrer Gedanken, Wahrnehmung und ihres Verhaltens auslöst. Die Betroffenen sind zeitweise nicht in der Lage, zwischen der Wirklichkeit und den eigenen Vorstellungen zu unterscheiden. Halluzinationen, Angstzustände und Verfolgungswahn zählen zu den typischen Symptomen - bei einer akuten Schizophrenie wird das Kopfkino zum Horrortrip.

Die Ursache von Schizophrenie ist bis heute noch nicht vollständig geklärt. Sicher ist, dass die Neigung, eine Psychose zu entwickeln, vererbbar ist. Neurobiologische Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass bestimmte Symptome wie Wahn, Halluzinationen und Denkstörungen mit einer Überaktivität des Neurotransmitters Dopamin in bestimmten Regionen des Gehirns einhergehen. Bei einigen Patienten wurden außerdem veränderte Gehirnstrukturen festgestellt.

Mittlerweile lassen sich Patienten mit einer Schizophrenie gut behandeln. Neue Medikamente mit erheblich weniger Nebenwirkungen lindern die Symptome und reduzieren das Rückfallrisiko. Psycho- und Soziotherapie helfen, mit der Erkrankung umzugehen und ermöglichen es den Patienten im Alltag besser zurechtzukommen.

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