Schizophrenie und Vitamin D

Psychische Störungen - Schizophrene Störungen - Ursachen

Vitamin-D-Mangel

04.08.2014 Menschen mit einem Vitamin D Mangel werden doppelt so häufig mit Schizophrenie diagnostiziert wie Personen mit einem ausreichenden Niveau an Vitamin D laut einer neuen Studie der Isfahan Universität im Iran.

Als die Wissenschaftler die Befunde mehrerer Studien zu Vitamin D und Schizophrenie untersuchten, stellten sie fest, dass Personen mit Schizophrenie einen niedrigeren Vitamin-D-Spiegel hatten als gesunde Personen. Vitamin-D-Mangel ist bei Schizophrenen recht häufig verbreitet, sagte Studienautor Ahmad Esmaillzadeh im Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism.

Vitamin D

Für ihre Metastudie analysierten die Forscher die Resultate von 19 Studien, die sich auf die Verbindung zwischen Vitamin D und Schizophrenie konzentrierten. Die Studien stellten das Vitamin D Niveau und die psychische Verfassung von 2.804 erwachsenen Teilnehmern fest. Es wurden dabei Blutproben verwendet, um festzustellen, ob ein Vitamin D Defizit vorliegt.

Die Untersuchung stellte fest, dass schizophrene Patienten niedrigere Pegel an Vitamin D im Blut hatten - verglichen mit den Kontrollgruppen. Und: 65 Prozent der Teilnehmer mit Schizophrenie zeigten einen Vitamin D Mangel. Die durchschnittliche Differenz des Vitamin D Niveaus zwischen Schizophrenen und Kontrollteilnehmern betrug -5.91 ng/ml.

Die Forscher bemerken, dass Teilnehmer mit einem Mangel an Vitamin D 2,16 mal wahrscheinlicher Schizophrenie entwickelten als jene mit ausreichend Vitamin D im Blut.

Es gibt eine wachsende Tendenz im Feld der Ernährungswissenschaft, Vitamin D als Risikofaktor in Verbindung mit Diabetes, Krebs, Herzkrankheiten und Depression zu sehen, sagte Esmaillzadeh. "Unsere Befunde unterstützen die These, dass Vitamin D eine bedeutsame Auswirkung auf die psychiatrische Gesundheit haben kann.

© PSYLEX.de - Quelle: Isfahan Universität / Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, Juli 2014

Zusammenhang zwischen neonatalem Vitamin-D-Mangel und Schizophrenie bestätigt

06.12.2018 Neugeborene mit Vitamin-D-Mangel haben ein erhöhtes Risiko für Schizophrenie im späteren Leben laut einer im Fachmagazin Scientific Reports veröffentliche Studie.

Die Entdeckung könnte dazu beitragen, einige Fälle dieser psychischen Krankheit zu verhindern, indem Menschen ausreichend Vitamin D in den frühesten Lebensabschnitten bereitgestellt wird.

Erhöhtes Risiko für die Entwicklung der psychischen Erkrankung

John McGrath von der Universität Queensland in Australien und der Aarhus Universität in Dänemark und Kollegen konnten zeigen, dass Neugeborene mit Vitamin-D-Mangel ein 44 Prozent höheres Risiko für eine Schizophreniediagnose im Erwachsenenalter hatten im Vergleich zu Erwachsenen, die normale Vitamin-D-Spiegel hatten.

Die Studie, die auf 2.602 Personen basierte, bestätigte eine frühere Forschungsarbeit der Wissenschaftler, die auch eine Verbindung zwischen neonatalem Vitamin-D-Mangel und einem erhöhten Schizophrenierisiko feststellte.

Das Team untersuchte die Vitamin-D-Konzentration in Blutproben von dänischen Neugeborenen zwischen 1981 und 2000, die als junge Erwachsene eine schizophrene Störung entwickelten.

Die Forscher verglichen die Proben mit denen von gesunden Menschen, die nach Geschlecht und Geburtsdatum übereinstimmten.

Zu wenig Sonne

Frühere Untersuchungen haben ein erhöhtes Schizophrenierisiko damit verbinden können, dass man im Winter oder Frühjahr geboren wurde und in einem Land mit hohem Breitengrad wie Dänemark lebt.

Die Wissenschaftler haben angenommen, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel bei schwangeren Frauen aufgrund mangelnder Sonneneinstrahlung in den Wintermonaten diesem Risiko zugrundeliegen könnte, und den Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und dem Risiko einer Schizophrenie untersucht.

Obwohl Australien im Vergleich zu Dänemark mehr Sonnenschein bietet, kann auch Vitamin-D-Mangel bei schwangeren Frauen in Australien aufgrund des Lebensstils und des Sonnenschutz-Verhaltens festgestellt werden, schließt McGrath.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Scientific Reports (2018). DOI: 10.1038/s41598-018-35418-z

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