Schlafhomöostase

Alkoholkonsum - Schlafstörungen

Alkohol stört die Schlafhomöostase

31.12.2014 Alkohol beeinflusst die Schlafregulation des Körpers (Schlaf-Homöostase) und kann im Laufe der Zeit Schlaflosigkeit verursachen laut einer vor kurzem in Alcohol erschienenen Studie.

Alkohol ist bekannt dafür, ein gutes Einschlafmittel zu sein, und viele Menschen trinken Alkohol, um besser einschlafen zu können. Mahesh Thakkar und Kollegen vom neurologischen Fachbereich der Universität Missouri, untersuchten für mehr als fünf Jahre die Auswirkungen von Alkohol auf den Schlaf.

Alkohol und Schlafhomöostase
Bild: Michal Jarmoluk (pixabay)

Auswirkung auf die Schlafhomöostase

"Der Hauptgedanke war, dass Alkohol den Schlaf durch die Veränderung des zirkadianen Rhythmus (die eingebaute 24-stündige Uhr des Körpers) fördert", sagte Thakkar. "Jedoch entdeckten wir, dass Alkohol tatsächlich den Schlaf besser einleitet, indem er die Schlaf-Homöostase unter Druck setzt - einem dem Gehirn innewohnender Mechanismus, der die Müdigkeit und Wachheit reguliert."

Die Schlafhomöostase wägt den Bedarf des Körpers nach Schlaf in Relation dazu ab, wie lange jemand wach gewesen ist. Wenn man zu wenig schläft, produziert der Körper Adenosin, eine natürlich vorkommende Schlaf-regulierende Substanz, die das Schlafbedürfnis erhöht. Wenn man früh schlafen geht, wird die Schlaf-Homöostase verschoben, und er oder sie erwacht schon mitten in der Nacht oder am frühen Morgen.

Die Forscher stellten fest, dass Alkohol den Mechanismus der Schlaf-Homöostase verändert und den Druck, schlafen zu gehen, erhöht. Wenn dies geschieht, verschiebt sich die Schlafperiode versetzt, und der Schlaf kann leichter unterbrochen werden.

Alkohol als Schlafhilfe?

Unsere Ergebnisse sagen ganz klar, dass Alkohol als Schlafhilfe nicht verwendet werden sollte, sagte Pradeep Sahota, Koautor der Studie. Alkohol stört den Schlaf und die Qualität des Schlafs wird schlechter. Außerdem ist Alkohol ein harntreibendes Mittel, das die Notwendigkeit steigert, die Toilette aufzusuchen und er lässt einen morgens früher aufwachen.

Alkoholentzug und Schlaf

Die Forscher untersuchten auch wie Alkoholentzug auf den Schlaf wirkt. Sie stellten fest, dass nach längeren Perioden häufigeren Trinkens die Versuchsteilnehmer einschliefen wie erwartet. Sie wachten aber innerhalb einiger Stunden wieder auf und waren außerstande wieder einzuschlafen. Wenn den Teilnehmern kein Alkohol gegeben wurde, zeigten sie eine symptomatische Schlaflosigkeit.

"Während des akuten Alkoholentzugs zeigten sie eine deutliche Zunahme der Schlaflosigkeit mit einer Reduktion des REM-Schlafs und der Nicht-REM-Schlafphasen", sagte Thakkar. Dies verursachte schlaflosigkeitsähnliche Symptome und weist auf eine beeinträchtigte Schlaf-Homöostase.

Quelle: Alcohol, Universität Missouri, April 2014

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