Verhaltenstherapie bei
Schlafstörung, Schlaflosigkeit, Schlafproblemen

Psychische Probleme - Schlafprobleme

Gedanken beruhigen, lindert Schlaflosigkeit

Wie jemand mit Insomnie bestätigen kann, ist Schlaflosigkeit sowohl der geistigen als auch physischen Gesundheit abträglich. Wenn Schlaflosigkeit mit Angst, Depression oder chronischem Schmerz verbunden ist, kann ein gefährliches ungeordnetes Denken resultieren.

Probleme bei psychischen Störungen

Kognitive Verhaltenstherapie kann jedoch ein Mittel gegen dieses facettenreiche Problem sein.
"Wenn Sie eine psychische Störung haben, sehen Sie sich mit einzigartigen Barrieren konfrontiert, die andere Leute nicht haben", sagt Dr. Colleen Carney, Direktor des Ryerson University Schlaf- und Stimmungsstörungsprogramm.

"Zum Beispiel erfordert eine konventionelle Schlaflosigkeit-Strategie jeden Tag zur gleichen Zeit aufzustehen. Aber jemand mit Depression könnte sich fragen, "Warum sollte ich aufstehen, wenn ich nicht weiß wofür ?"

Carneys letztes Buch war Quiet Your Mind and Get to Sleep: Solutions to Insomnia for Those With Depression, Anxiety or Chronic Pain.

Einer von sieben Menschen hat Schwierigkeiten mit dem Einschlafen und/oder durchzuschlafen. Weiterhin ist Schlaflosigkeit ein Merkmal fast aller psychologischen Diagnosen. Schlafkliniken berichten auch, dass Insomnie-Patienten mit psychischen Störungen jenen ohne andere Erkrankungen mit einer Rate von fast zwei zu eins zahlenmäßig überlegen sind.

Quiet Your Mind and Get to Sleep schlägt viele kognitive Verhaltenslösungen für Schlaflosigkeit vor.

Tipps gegen Schlaflosigkeit

Einige der Tipps im Buch:

Kognitive Verhaltenstherapie

Vorherige Studien haben auch demonstriert, dass kognitive Verhaltenstherapie viele Vorteile gegenüber Schlaf-Medikamenten hat. Kognitive Verhaltenstherapie hat keine pharmakologischen Nebenwirkungen und ist mindestens so erfolgreich wie eine Medikation (und hat eine länger anhaltende Wirkung).

Kognitive Verhaltenstherapie hat nicht die Risiken der Abhängigkeit oder Toleranz (die eine fortlaufende Dosissteigerung verlangt, damit das Medikament wirksam bleibt), die mit Schlafmitteln verbunden sind. Die Technik schafft auch Vertrauen in die Fähigkeit zu schlafen.

Quelle: Ryerson University, Feb. 2010

KVT wirksam bei Insomnie

Eine neue Studie bestätigt, dass psychologische Verfahren (Entspannung) und kognitive Verhaltenstherapie zuverlässige Veränderungen bei mehreren Schlafparametern bei unter Schlaflosigkeit Leidenden herbeiführen und eine wirksame Behandlung von Insomnie sind.

Die Studie, geführt von Charles M. Morin, PhD, von der Universite Laval in Quebec, Canada, untersuchte 2.246 aufgenommene Patienten, wobei 2.029 die Behandlung zwischen 1998 und 2004 auch beendeten.

Die Teilnehmer der Studie waren 18 Jahre und älter, litten unter Schlaflosigkeit und hatten mindestens eine Behandlung entweder psychologischer Beratung oder Verhaltenstherapie bekommen. Die Personen führten ein Tagebuch für die Dauer der Behandlung und zusätzlich für ein bis zwei Wochen nach der Behandlung.

Psychotherapeutische Behandlung zeigte Wirksamkeit

Die Ergebnisse zeigten konsistent, dass Behandlungen wie kognitive Verhaltenstherapie- und Entspannungsübungen gegen primäre Schlaflosigkeit als auch sekundäre Insomnie, die durch Krankheiten zustande kamen, wirksam waren.

Der Nutzen der Behandlung hielt auch längerfristig an. Es gab einige Einschränkungen, jedoch waren die Änderungen hinsichtlich der Reduktion der Symptome, wie verbesserte Wachheit am Tage oder Lebensqualität, klinisch bedeutend.

Obwohl Psychotherapie selten von der Arztpraxis verordnet wird, zeigen die gegenwärtigen Befunde eindeutig, dass sie eine wirksame Methode ist, ein verbreitetes und kostspieliges Gesundheitsproblem zu behandeln, und Psychotherapie sollte als Firstline-Behandlung bei chronischer Schlaflosigkeit angewendet werden, sagte Morin.

Quelle: American Academy of Sleep Medicine, 2006

KVT vs. Zolpidem gegen Schlaflosigkeit

Psychotherapieformen - Behandlungsmethoden

Für Patienten mit beharrlicher Schlaflosigkeit verbessert eine Kombination aus kognitiver Verhaltenstherapie und dem Medikament Zolpidem die Symptome.

Wenn sich der Eingriff auf eine längere Periode erstreckt, ist Kognitive Verhaltenstherapie allein nützlicher.

Schlaflosigkeit

Schlafstörungen sind ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem, welches große Bevölkerungsgruppen wiederkehrend oder chronisch betrifft.

"Anhaltende Schlaflosigkeit ist mit bedeutsamen Beeinträchtigungen verbunden, wie eingeschränkte Funktionalität am Tag und reduzierte Lebensqualität. Und wenn chronischer Schlafmangel nicht behandelt wird, erhöht er die Risiken für Major Depression und Hypertonie", schreiben die Autoren.

Kognitive Verhaltenstherapie und Zolpidem

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) und einige Schlafmedikamente sind als kurzfristige Behandlung der Schlaflosigkeit wirksam, aber nur wenige Patienten erreichen eine vollständige Remission mit solch einer Behandlung. So ist auch unklar gewesen, ob Kombinationstherapien die Ergebnisse verbessern würden.

Charles M. Morin, Ph.D., Universite Laval, Quebec, Canada und seine Kollegen beurteilten die Kurz- und die Langzeitwirkungen der kognitiven Verhaltenstherapie, allein und zusammen mit dem Medikament Zolpidem anhaltender Insomnie und verglich Behandlungsstrategien, um langfristige Ergebnisse zu optimieren.

Die randomisierte Studie beinhaltete 160 Erwachsene, die entweder kognitive Verhaltenstherapie allein oder KVT plus 10 mg/d Zolpidem (zur Schlafenszeit genommen) für sechs Wochen erhielten.

Die Verhaltenstherapie beinhaltete Empfehlungen, wie man den Schlaf verbessern kann. Die bestehenden Verhaltensmuster aus fehlerhaften Überzeugungen und falschen Vorstellungen hinsichtlich des Schlafens entstanden wurden geändert.

KVT in Kombination oder allein wirksam

Die Forscher stellten fest, dass kognitive Verhaltenstherapie allein oder in Kombination mit Zolpidem bedeutende Verbesserungen beim Einschlafen erzielte.

Eine größere Zunahme der Schlafzeit wurde durch den Kombinationsansatz erhalten. Nach sechs Wochen war der Anteil der Patienten, die auf die Behandlung mit kognitiver Verhaltenstherapie allein (60 Prozent), oder auf KVT plus Zolpidem (61 Prozent) ähnlich; ähnlich waren auch die Behandlungsremissionen (39 Prozent bei der KVT-Gruppe und 44 % bei Zolpidem plus Kognitive Verhaltenstherapie).

"Obwohl die gegenwärtigen Befunde vielversprechend sind, gibt es gegenwärtig keine Behandlung bei Schlafstörungen, die für jeden Patienten gleich gut funktioniert, und zusätzliche Studien werden benötigt, um Behandlungsalgorithmen zu entwickeln, die praktischen Ärzten bei der Behandlung von Schlaflosigkeit helfen können", sagten die Forscher.

Quelle: JAMA 2009

Stationäre Behandlung der Schlaflosigkeit in Spezialklinik

01.10.2014 Schlaflosigkeit (Insomnie) ist eine Störung, die viele Menschen belastet. Eine neue Studie der Universität Regensburg zeigt, dass ein zweiwöchiger Aufenthalt in einer spezialisierten Klinik helfen kann.

Verhaltenstherapie bei Schlafstörung

Die Autoren haben ein intensiviertes 14-tägiges CBT-I (Cognitive behavioral therapy for insomnia - Kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie: KVT-I) Programm für stationäre Patienten entwickelt. Dieses Programm sollte die

162 unter Schlaflosigkeit leidende Patienten nahmen zwischen 2009 und 2012 an diesem Programm in 7 bis 8er-Gruppen teil. Von diesen beendeten nur 4 Personen die Therapie vorzeitig.

Nach der Behandlung konnte eine bedeutende Abnahme bei der Zeit im Bett, Schlaflatenz (Zeitdauer vom Ausmachen des Lichts bis zum Schlafeintritt) und Wachzeit festgestellt werden, während die Schlafeffizienz zunahm. Trotz der Verbesserungen war das mittlere Niveau der Schlaflosigkeit immer noch moderat bis schwer.

Die niedrige Drop-out-Rate (3% hörten auf), zusammen mit den günstigen Ergebnissen, demonstriere die Machbarkeit und das therapeutische Potential einer stationären kognitiven Verhaltenstherapie (I). Ob die höheren Kosten der stationären KVT-I die Senkung der sozioökonomischen Kosten von Schlafstörungen bzw. Schlaflosigkeit übersteigen, sollte von einer Kostenrentabilitätsstudie überprüft werden, schreiben die Autoren in der Zeitschrift Psychotherapy and Psychosomatics.

PSG hat sich als ein wertvolles Werkzeug erwiesen, um eine gestörte Schlafwahrnehmung zu überprüfen und die Schlafveränderungen zu messen. Die enge medizinische Überwachung machte es für die Patienten leichter, ihre Schlafmittel auszuschleichen. Bei Bestätigung der Ergebnisse durch kontrollierte Studien, könnte stationäre kognitive Verhaltenstherapie (auf Insomnie/Schlafstörung spezialisiert) eine wichtige Option bei der stufenweisen Behandlung von Schlaflosigkeit werden.

© PSYLEX.de - Quelle: Psychotherapy and Psychosomatics / Universität Regensburg, September 2014

Kognitive Verhaltenstherapie ist hilfreich bei Schlaflosigkeit

11.06.2015 Kognitive Verhaltenstherapie bei Insomnie (KVT-I) hilft Patienten schneller ein- und besser durchzuschlafen - ohne dass sie ein Medikament benötigten - laut einer in der Zeitschrift Annals of Internal Medicine veröffentlichten Metastudie.

20 Studien mit 1.162 Patienten

Die Forscher analysierten die Daten von 20 Studien mit 1.162 Patienten in einem durchschnittlichen Alter von 56 Jahren. 64% der TeilnehmerInnen waren Frauen. Jede der Studien untersuchte mindestens drei von fünf KVT-I-Techniken (kognitive Therapie, Stimuluskontrolle, Schlafentzug, Schlafhygiene und Entspannung).

In den Studien waren Erwachsene mit Insomnie (Schlaflosigkeit) behandelt worden; sie hatten jedoch keine medizinischen oder psychiatrischen Probleme wie Schlafapnoe oder Depression, die den Schlaf störten.

Ein- und Durchschlafstörungen

Vor der Behandlung brauchten die Teilnehmer durchschnittlich knapp eine Stunde, um einzuschlafen, und die Patienten lagen - nach dem Einschlafen - im Mittel 1 1/4 Stunden wach im Bett, sagte er.

Die mit KVT-I behandelten Personen schliefen 20 Minuten im Schnitt früher ein und 30 Minuten mehr pro Nacht, sagten die Forscher. Die Wirkung schien über längere Zeit anzuhalten und zu einer Verbesserung der Symptome und des allgemeinen Wohls zu führen, sagte Studienautor James Trauer vom Melbourne Sleep Disorders Center. Nebenwirkungen waren nicht festgestellt worden.

Auch der Anteil der geschlafenen Zeit im Bett stieg um etwa 10 Prozentpunkte, führte er weiter aus. Dies stellt schon eine merkliche Verbesserung dar; das Wichtigste aber: Die Teilnehmer fühlten sich nach der Behandlung deutlich besser, berichtete der Schlafforscher.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Melbourne Sleep Disorders Center, Annals of Internal Medicine; Juni 2015

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