Selbstverletzendes Verhalten, Selbstverletzungen:
Risikofaktoren

Psychische Störungen - Selbstschädigendes Verhalten

Schützende bzw. das Risiko erhöhende Faktoren bei Jugendlichen

05.09.2017 Die im Fachblatt International Journal of Public Health veröffentlichte Studie der Universität Leeds untersuchte verschiedene Risikofaktoren für selbstverletzendes Verhalten: Inwieweit die Erfahrungen junger Menschen mit der Schule, ihres Freundeskreises und den Beziehungen zu ihren Eltern dazu beitragen können, selbstschädigendes Verhalten zu verringern (bzw. zu erhöhen).

Insgesamt 5.335 Schüler im Alter von 11-15 Jahren waren in einer Umfrage in England befragt worden, wobei sich die Daten zu den Ergebnissen auf 1.608 Befragte im Alter von 15 Jahren bezogen.


Bild: George Hodan

Mehr als ein Fünftel (21,5%) der 15-Jährigen in England gaben an, sich selbst verletzt zu haben; fast dreimal so viele Mädchen wie Jungen gaben an, sich selbstverletzt zu haben (32% der Mädchen verglichen mit 11% der Jungen); in den letzten zehn Jahren ist die Selbstverletzungsrate unter Jugendlichen gestiegen.

Familienleben, Schule, Wohnumfeld

In der ersten Studie dieser Art führten die Forscher der University of Hertfordshire eine weitere Modellierung der Daten durch, um neue Erkenntnisse darüber zu gewinnen, inwieweit Familienleben, schulisches Umfeld und Nachbarschaftsfaktoren für junge Menschen in Bezug auf selbstschädigendes Verhalten als Schutz bzw. präventive Faktoren dienen oder als Risikofaktoren eingestuft werden.

Selbstverletzungen wurden durch die Frage erfasst: "Hast du dich jemals absichtlich in irgendeiner Weise verletzt, wie z. B. absichtlich geschnitten oder dich selbst geschlagen oder eine Überdosis genommen?"

Die Befunde:

Im Gegensatz zu den Interaktionen zwischen Jugendlichen und Eltern, sowie den Erfahrungen in Schule und Wohnumfeld erwies sich der Peer-Support (Unterstützung durch die Freunde) nicht als ein schützender Faktor im Kontext selbstverletzenden Verhaltens.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Universität Leeds, University of Hertfordshire; International Journal of Public Health - DOI: 10.1007/s00038-016-0900-2; Sept. 2017

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