Erektile Dysfunktion (Psyche, Psychologie)

Psychische Störungen - Sexualstörungen

Tabletten gegen Erektile Dysfunktion sind kein Allheilmittel

Die Entwicklung und breite Anwendung von Medikamenten gegen Erektile Dysfunktion wie Viagra, Cialis und Levitra wird oft als Mittel betrachtet, um Beziehungen zu verbessern oder sogar zu retten.

Medikamente lösen nicht emotionale Probleme

Jedoch bieten diese Tabletten nach einem neuen Bericht der Harvard Medical School keine Hilfe dabei, die emotionalen Beziehungen zu entwirren, und Beziehungsdruck rauszunehmen, die häufig Erektile Dysfunktion (ED) begleiten.

Die Medikamente wirken nur, wenn der Mann sich mehr Libido für seine Partnerin wünscht. Wenn sich emotionale Bedingungen auf die Libido auswirken, helfen die Tabletten nicht.

Hemmungen

Männer, die unter erektiler Dysfunktion leiden, können so verlegen und gehemmt sein, dass sie nicht mehr bereit sind, eine sexuelle Aktivität auszuüben, und die Partnerin kann versehentlich glauben, dass er sich nicht mehr zu ihr hingezogen fühlt. Sie könnte annehmen, dass die neue 'Energie' ihres Partners lediglich ein chemisches Phänomen, nicht das Ergebnis seines Interesses an ihr ist. In diesen Fällen könnte Sexualtherapie hilfreich sein.

Wenn Verkehr plötzlich wieder eine Möglichkeit ist, können Beziehungsprobleme auftauchen oder erneut auftauchen, und es kann zu dramatischen Differenzen kommen. Das Grundlegende ist, dass Paare versuchen sollten, diese Medikamente als eine Möglichkeit anzusehen, ihre sexuelle Beziehung zu erneuern, während sie realisieren sollten, dass ED-Medikamente weder ein Auftrag, Verkehr zu haben, noch ein Allheilmittel für jedes Problem im Schlafzimmer sind.

Therapie statt Tabletten

Ein neuer Bericht Sexuality in Midlife and Beyond ist eine 48-seitige redigierte Zusammenfassung von Alan Altman, M.D., Dozent bei Harvard Medical School und Suki Hanfling M.S.W L.I.C.S.W, zertifizierte Sextherapeutin. Dieser Bericht hilft Lesern folgendes zu verstehen:

Quelle: Harvard Health Publications - 2007

Erektile Dysfunktion, Depression mit Herzkrankheit verbunden

ED, Depression mit Herzkrankheit verbreitet

Erektile Dysfunktion (ED) und Symptome von Depression sind oft mit koronarer Herzkrankheit bei Männern verbunden laut der Januarausgabe von Urology.

Baruch Mulat von der Tel-Aviv Universität in Israel und Kollegen analysierten Daten von 242 Männern, in einem Durchschnittsalter von 63,7 Jahren, die eine koronare Herzkrankheit hatten, dokumentiert durch eine Koronarangiographie. Die Männer wurden untersucht mit dem Sexualhealth Inventory für Männer, welches Erektile Dysfunktion erfasst, und dem psychischen Gesundheitsinventar V (mental health inventory 5), das Depression erfasst.

Die meisten Männer zeigten ED

Die Forscher stellten fest, dass die meisten Männer (76 Prozent) mindestens einige Punkte auf der Skala für Erektile Dysfunktion zeigten und fast die Hälfte (47,9 Prozent) hatten depressive Symptome. Ein wesentlicher Anteil (38.8 Prozent) hatte beides. ED war mit dem Alter und depressiven Symptomen verbunden, und Punkte auf den sexuellen Gesundheits- und psychischen Verfassungstools korrelierten positiv miteinander.

ED, depressive Störung häufig bei Herzerkrankung

ED und depressive Symptome kommen häufig vor bei Männern mit koronarer Herzkrankheit. ED bei Männern mit koronarer Herzkrankheit konnte mit Depression verbunden werden. "Wir glauben, dass einer der Faktoren die anderen beeinflusst. Daher versuchen wir, die Aufmerksamkeit von Ärzten für beide Erkrankungen bei Männern mit koronarer Herzkrankheit zu lenken, sagte Mulat.

"Außerdem, glauben wir, dass es Bedarf für eine interventionale Studie gibt, in der der Schweregrad von erektiler Dysfunktion und die depressiven Symptome nach verschiedenen Behandlungen untersucht werden sollten, um einen belegbasierten Ansatz für diese Probleme einführen zu können, schlossen die Autoren.
Quelle: Urology, Jan. 2010

Erfahrungen / Kommentare / Fragen

07.01.2013 Anmerkung dazu von ihi

Es sollte sowieso abgeklärt werden, ob nicht eine sexuelle Funktionsstörung, die nicht verursacht durch eine organische Störung oder Krankheit wird, vorliegt.

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