Berufe mit erhöhtem Suizidrisiko

Psychische Erkrankung - Selbsttötung - Freitod

Jobs mit erhöhtem Selbstmordrisiko in den USA

16.11.2018 Die Suizidrate unter US-Angestellten ist seit 2000 um 34 Prozent gestiegen, und bestimmte Berufe scheinen anfälliger für einen Selbstmord zu machen als andere, berichten Forscher der Gesundheitsbehörden im Morbidity and Mortality Weekly Report.

Die höchsten Selbstmordraten haben: Männer mit Konstruktions- und Fördertätigkeiten und Frauen mit Jobs in den Bereichen Kunst, Design, Unterhaltung, Sport und Medien, so die U.S. Centers for Disease Control and Prevention.

Die Forscher untersuchten die Berufe von mehr als 22.000 US-Amerikanern im Alter von 16-64 Jahren, die zwischen 2012 und 2015 in 17 Staaten durch Suizid starben.

Jobs mit den höchsten Raten

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Im Jahr 2015 waren die drei riskantesten Berufsgruppen für Männer Bau und Bergbau; Kunst, Design, Unterhaltung, Sport und Medien; sowie Installation, Wartung und Reparatur.

Bei den Frauen waren die drei riskantesten Berufskategorien Kunst, Design und Medien; Jobs/Arbeitsplätze im Sicherheitsdienst; und Pflegeberufe im Gesundheitswesen.

Das Suizidrisiko erhöhte sich am stärksten für Frauen, die in der Lebensmittelvorbereitung und -ausgabe tätig sind (plus 54 Prozent) und bei Männern in den Bereichen Kunst, Design, Unterhaltung, Sport und Medien (plus 47 Prozent) laut den Autoren.

Die Forscher fanden heraus, dass im Jahr 2015 die Selbstmordrate bei Männern im Bauwesen und Abbauberufen etwa 53 pro 100.000 betrug. Bei den Frauen in den Bereichen Kunst, Design, Unterhaltung, Sport und Medien lag die Suizidrate bei fast 16 pro 100.000.

Positive Entwicklungen bei den Jobs

Die neuen Ergebnisse zeigen auch positive Entwicklungen für einige Jobs: Die Selbsttötungsraten bei Männern in Landwirtschaft, Viehzucht und ähnlichen Berufen 2012 lagen bei fast 45 pro 100.000 und sanken 2015 auf rund 32 pro 100.000.

Bei den männlichen Landarbeitern sank die Suizidrate von etwa 20 pro 100.000 im Jahr 2012 auf etwa 17 pro 100.000 im Jahr 2015.

Für Lehrer und Bibliothekare gab es auch einige gute Nachrichten: Männer und Frauen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Bibliothekswesen hatten 2015 die niedrigsten Suizidraten.

Suizidprävention am Arbeitsplatz

Der Arbeitsplatz ist ein wichtiger Bereich für die Suizidprävention, denn dort verbringen viele Erwachsene laut CDC einen Großteil ihrer Zeit.

Die Arbeitgeber können auf verschiedene Weise helfen, diese Tragödien zu verhindern, so die Studienautoren. Sie empfahlen Mitarbeiter-Hilfsprogramme, Arbeitsplatz-Wellnessprogramme und Technologie, um Online-Bewertungen zur psychischen Gesundheit durchzuführen.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Morbidity and Mortality Weekly Report

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