Finanzkrise treibt Selbstmordrate in Griechenland hoch

Psychische Erkrankung - Selbsttötung - Freitod

11.09.2013 Die Suizide nahmen um 45 Prozent in den ersten vier Jahren der Finanzkrise in Griechenland zu, sagt die Hilfsorganisation Klimaka, und warnt, dass es während der beiden letzten Jahre weiter eine sehr große Zunahme gegeben haben dürfte.

Arbeitslosigkeit, Armut und Suizidrate steigen

Die in Athen beheimatete Hilfsorganisation Klimaka berichtet, dass sich die Suizidrate kontinuierlich gesteigert hat und von 329 Fälle im Jahr 2007 auf 477 Suizide im Jahr 2011 gesprungen ist, laut Daten der Greek Statistical Authority.

Die Gruppe sagte, dass auf Grundlage ihrer eigenen Forschung die Anzahl der Selbstmorde während 2012 und 2013 weitergestiegen ist.

Griechenland hat immer noch eine der niedrigsten Selbstmordraten in Europa, aber es gibt eine dramatische Zunahme von Armut und Arbeitslosigkeit.

Aris Violatzis, Leiter der Psychologie bei Klimaka sagte, dass die Organisation Suiziddaten der Familien der Selbstmörder, der lokalen Kirchen, Bestattungsinstitute und aus anderen Quellen und auch aus offiziellen Statistiken sammelt.

Finanzkrise treibt Selbstmordrate in Griechenland hoch
Werk von Alexandre-Gabriel Decamps

Gesammelte Statistikdaten

Klimaka, die eine Suizid-Hotline anbieten, sagte, dass

Die griechische Hilfsorganisation drängt die Regierung, eine nationale Strategie gegen die Zunahme der Selbstmorde mit verbesserter Datensammlung und Ausbildung für Polizei- und Angehörige der Gesundheits- und Pflegeberufe einzuleiten.

"Hinter jedem Tod durch Suizid verbergen sich etwa 30 Versuche bei anderen Menschen", sagt Violatzis von Klimaka."Die Zahl der Menschen, die suizidgefährdet ist, wächst. Das ist ein langfristiges Problem."

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Klimaka, Sept. 2013

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