Warum geben Shopaholics zu viel aus?

Zwangsstörungen - Impulskontrollverlust

08.08.2013 Warum fahren Kaufsüchtige fort zuviel auszugeben, selbst in Anbetracht der Schäden durch finanzielle, emotionale und soziale Folgen ?

Zwanghaftes Kaufen

Es wird angenommen, dass etwa 10 Prozent der Erwachsenen in den westlichen Ländern eine zwanghafte Kaufstörung haben, durch die sie ein Kaufverhalten an den Tag legen, welches sich ihrer Kontrolle entzieht; und dieser Trend ist im Steigen begriffen, laut einer neuen Studie von Forschern der San Francisco State University.

Shopaholics sind abhängig, etwas kaufen zu müssen, ohne Rücksicht darauf, ob sie es wollen oder brauchen, bemerken die Forscher.

Howell und seine Mitforscher begutachteten mehr als 1.600 Personen, stellten ihnen Fragen über ihr Geldmanagement, ihre Einkaufsgewohnheiten, und wie stark sie materiellen Besitz schätzen.

Kreditkarten begünstigen Kaufsucht

Ihre Analyse stellte fest, dass ein Mangel an Geldmanagement vorhersagen konnte, ob eine Person zwanghafte Ausgaben tätigte. Im Besonderen erwies sich Außer-Kontrolle-Shopping in erster Linie abhängig von einem schlechten Kreditmanagement (wie Kreditkartenabrechnungen nicht zu beachten, die Kreditkartenrechnung nicht rechtzeitig zu bezahlen, und Kreditlimits zu überziehen), fand die Studie.

Warum geben Shopaholics zu viel aus ?

Ein Grund, warum Kreditkarten zwanghaftes Kaufen erleichtern können, ist, weil sie Verbrauchern erlauben, das Vergnügen des Kaufs vom Schmerz zu bezahlen zu trennen, postulieren die Forscher.

In der Studie berichteten zwanghafte Käufer, dass sie Sachen kauften, um "ein High zu erhalten" oder sich in eine bessere Stimmung zu versetzen. Sie glaubten auch, dass die Käufe ihr Leben verändern könnten, indem sie ihre Erscheinung, ihr Selbstvertrauen, ihre Reputation und ihre Beziehungen verändern würden.

"Wir wissen, dass die Werte einer Person deren Einkaufsgewohnheiten beeinflussen, aber Werte sind nicht so leicht zu ändern", sagte Howell.

Materialistische Einstellung

"Vorherige Forschungsstudien haben gezeigt, dass Shopaholics zu materialistischen Werten neigen", fuhr er fort. "Unsere Ergebnisse erklären, warum materialistische Menschen zwanghaft kaufen."

"Aber auch wenn Sie materialistisch sind und Sie den Wunsch haben, mehr Besitz zu erwerben, kommt es darauf an, wie sie ihr Verhalten kontrollieren. Unsere Befunde sagen, dass Sie Ihr Einkaufen unter Kontrolle halten können, wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Kreditkarte lenken und beim Einkaufen überprüfen, ob Sie aus emotionalen Gründen shoppen."

© PSYLEX.de - Quellenangabe: San Francisco State University, August 2013

Mehr zu: Impulskontrollstörung, Zwangsstörungen.

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