Symptome von Zwangserkrankungen, Zwangsstörungen

Psychische Störungen - Krankheitsbilder

Symptome

Nach den Kriterien des DSM IV (ICD-10)gelten folgende Merkmale für eine Zwangsstörung:

Zwangshandlungen sind meist immer gleich ablaufende und wiederholte Ausführungen bestimmter Handlungsweisen (meist sind es Reinigungs- und Kontroll-Zwänge).

Zwangsgedanken können zwanghafte Gedanken, Impulse und Bilder sein.

Warnzeichen, Anzeichen, weitere Symptome

Warnzeichen, dass Sie eine Zwangsstörung haben könnten

Personen mit Zwangsstörungen haben unkontrollierbare Gedanken, die sie zwingen, Gewohnheiten oder Rituale zu entwickeln, um ihre Angst zu mildern.

Die Anxiety Disorders Association of America bietet diese Liste von potentiellen Warnzeichen einer Zwangsstörung an:

Quelle: Anxiety Disorders Association of America 2009

Obsessive Zwangssymptome bei Jugendlichen können ein starker Hinweis für andere psychologische Störungen sein

06.01.2019 Die Beschäftigung mit repetitiven (sich wiederholenden) und rituellen Verhaltensweisen ist Teil der normalen kindlichen Entwicklung.

Allerdings können Verhaltensweisen, die sich zu zwanghaften und obsessiven Symptomen (also einer Zwangsstörung) entwickeln, ein starker Hinweis für schwere psychiatrische Erkrankungen darstellen.

Symptom: negative intrusive Gedanken

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Bild: George Hodan

Eine im Journal of the American Academy of Child and Adolescent Psychiatry veröffentlichte Studie zeigt, dass Kinder und Jugendliche mit Zwangserkrankungen, die auch über negative intrusive Gedanken berichteten, eher auch psychopathologische Erkrankungen entwickeln, einschließlich Depressionen und Suizid.

Dies ist die erste und größte Studie, die die Symptome von Zwangsstörungen bei mehr als 7.000 Teilnehmern im Alter von 11 bis 21 Jahren untersuchte.

Die Forscher haben die krankhaften Zwänge in vier Kategorien eingeteilt:

Depression, Psychosen und Suizid

Mehr als 38,2% Prozent der Jugendlichen gaben Zwangssymptome an, wie negative intrusive (aufdringliche) Gedanken, darunter Gedanken, sich selbst oder anderen zu schaden, gewalttätige Bilder darzustellen oder sich zu ängstigen, dass man etwas Schlechtes tun würde, ohne es zu wollen - obwohl nur 3% die Kriterien einer Zwangserkrankung erfüllten.

Alle Zwangssymptome waren jedoch mit höheren Raten von Zwangskrankheiten, Depressionen, Psychosen und Suizidgedanken verbunden. Die Bestätigung der Symptomatik der Zwangsgedanken / intrusive Gedanken, die bei mehr als 20% der Stichprobe vorherrschten, zeigte jedoch die stärksten Zusammenhänge mit wichtigen psychiatrischen Erkrankungen.

Diese Kinder entwickelten eher eine schwerwiegende Psychopathologie jenseits der Zwangsstörung, einschließlich Depression und Selbstmord.

Die Hoffnung ist, dass diese Ergebnisse sowohl Fachleute für psychische Erkrankungen als auch Mediziner ohne psychologische Ausbildung, wie z.B. Kinderärzte, dazu anregen werden, während der Besuche ihrer Patienten nach diesen Symptomen zu suchen, schreiben die Forscher um Ran Barzilay von der Universität Pennsylvania.

Diese Symptome können entscheidend sein, um Jugendliche mit einem hohen Risiko für die Entwicklung schwerer psychiatrischer Erkrankungen zu identifizieren.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry (2018). DOI: 10.1016/j.jaac.2018.06.038

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