Alkoholprävention

Suchtkrankheiten - Alkohol - Prävention

Das Image von Abstinenzlern ändern, lässt andere weniger trinken

01.06.2014 "Traue niemals einem Mann, der keinen Alkohol trinkt", lautet ein Sprichwort, und viele denken, dass Personen, die auf feuchtfröhlichen gesellschaftlichen Anlässen erscheinen und nicht mittrinken, etwas "seltsam" sind.

Es gibt ein soziales Stigma bezüglich solcher Abstinenz: Und niemand möchte auf Partys und ähnlichen sozialen Zusammenkünften als ungesellig und nicht vertrauenswürdig gelten.

Alkoholprävention

Eine neue Studie hat herausgefunden, dass Studenten (und sicherlich generell Menschen) ihren Alkoholkonsum reduzieren, wenn diejenigen, die überhaupt keinen Alkohol trinken, ein positiveres Image hätten.

Laut der - auf der Jahrestagung der British Psychological Society präsentierten - Untersuchung tranken die Befragten sehr viel mehr Alkohol (auf schädigende und gefährliche Weise), wenn sie Abstinenzler als sehr ungesellig ansahen.

Dominic Conroy und Richard de Visser von der Universität von Sussex befragten 543 Studenten hinsichtlich ihrer Trinkgewohnheiten, ihrer Persönlichkeit, ihrer Impulsivität und die Gewohnheiten der Freunde.

Der Grund für den verstärkten Alkoholkonsum könnte darin liegen, sagen die Forscher, dass man der Ansicht sei, dadurch ein freundlicheres und sozialeres Wesen präsentieren zu können.

Conroy kommentiert: "Diese Studie hebt hervor, dass wir durch eine Änderung der Vorurteile gegenüber Abstinenzlern, einen niedrigeren Alkoholkonsum (und damit eine Alkoholprävention) bei jungen Leuten bewirken können."

© PSYLEX.de - Quelle: British Psychological Society/Universität Sussex, Mai 2014

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