Dipsomanie

Psychologie-Lexikon - Manien

Definition

Definition: Dipsomanie ist eine Bezeichung für Trunksucht (Alkoholismus), bei der die Exzesse des Alkoholkonsums periodisch auftreten. Deswegen wird der Dipsomane auch als Quartalsäufer bezeichnet.

Eine weitere Bezeichnung ist Epsilon-Typ, nach Jellineks Konzept der in fünf Typen unterteilten Alkoholkranken: Der Epsilon-Typ bzw. eben der Dipsomane oder Quartalsäufer gibt sich dem Alkoholkonsum hin in unregelmäßigen Abständen. Dies geschieht unter dem Verlust der Kontrolle und exzessiv. Zwischen den Episoden können Tage, Wochen oder Monate vergehen.

Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906: Dipsomanie (griech.), periodisch auftretende Trunksucht, die auf epileptischer Grundlage und Herzschwäche beruht.

An Stelle eines Krampfanfalles kommt es bei den in der gesunden Zwischenzeit meist solide und ruhig lebenden Patienten nur zu motorischer Erregung und einem rauschartigen Zustand, in dem sie ohne Unterbrechung durch Schlaf tage- und nächtelang geistige Getränke (in Ermangelung solcher auch Mundwasser, Eau de Cologne, ja sogar Petroleum) in großen Mengen hinunterstürzen, bis Bewußtlosigkeit oder Kollaps eintritt.

Nach vollendetem Anfall, der sich über mehrere Tage zu erstrecken pflegt, tritt Ekel und Reue ein, ohne dass aber die mindeste Gewähr einer Besserung gegeben wird, da der ganze Zustand vom Willen unabhängig ist. Im Volksmunde bezeichnet man diese Kranken als Quartalsäufer.

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